DFN-CERT Lagebericht
SentiGuard Datenschutz GmbH & Co. KG – Tägliche Sicherheitsanalyse
11. Juli 2026
7 Advisories verarbeitet
Übersicht:
1MITTEL
2NIEDRIG
Filter:
Sortieren:
NICHT RELEVANT DFN-CERT 2026-3286 2026-07-10 Linux · Sicherheit
Advisory öffnen →
Buildah: Zwei Schwachstellen ermöglichen u. a. das Umgehen von Sicherheitsvorkehrungen (Linux, Oracle, Virtualisierung)
CVSS n/vEPSS 0.3%Konfidenz: HOCH
Virtualisierung · Linux Oracle
EPSS-Einordnung

EPSS 0.3% – sehr geringes Ausnutzungsrisiko. Übertrifft 24% aller bekannten CVEs. Kaum aktive Exploitation in der Wildnis beobachtet.

SentiGuard-Einschätzung — Nicht relevant

Die Schwachstellen betreffen Buildah, ein Container-Build-Tool für Linux-Umgebungen (Red Hat Enterprise Linux, Oracle Linux). Der Kunde setzt ausschließlich SLES 15 und Ubuntu 22.04 LTS als Linux-Systeme ein – weder RHEL noch Oracle Linux sind im Technologieportfolio vorhanden. Darüber hinaus gibt es keine Hinweise darauf, dass Buildah im Kundenumfeld eingesetzt wird. CVE-Daten und EPSS-Scores liegen noch nicht vor, da das Advisory sehr neu ist, was eine präzise Exploitabilitätsbewertung verhindert. Selbst bei vorhandenem RHEL/Oracle-Linux-Einsatz wäre die Relevanz von der tatsächlichen Nutzung von Buildah abhängig.

Empfehlung: Kein Handlungsbedarf für die Beispiel GmbH. Sollte Buildah zukünftig oder auf nicht inventarisierten Systemen eingesetzt werden, ist das Advisory erneut zu prüfen und verfügbare Sicherheitsupdates sind zeitnah einzuspielen. Die CVE-Einträge sollten nach Verfügbarkeit von CVSS- und EPSS-Daten nochmals bewertet werden.
CVE-2026-39832 · EPSS 0.3%CVE-2026-39835 · EPSS 0.2%
NICHT RELEVANT DFN-CERT 2026-3297 2026-07-10 Linux · HP · Sicherheit · Server
Advisory öffnen →
Warewulf: Mehrere Schwachstellen ermöglichen u. a. die Eskalation von Privilegien (Linux, Virtualisierung)
CVSS 7.5EPSS 0.6%Konfidenz: HOCH
Virtualisierung · Linux
EPSS-Einordnung

EPSS 0.6% – sehr geringes Ausnutzungsrisiko. Übertrifft 42% aller bekannten CVEs. Kaum aktive Exploitation in der Wildnis beobachtet.

SentiGuard-Einschätzung — Nicht relevant

Warewulf4 ist ein HPC-Cluster-Provisioning-Tool, das im eingesetzten Technologie-Stack der Beispiel GmbH nicht vorkommt. Die betroffenen Plattformen (SUSE HPC Module, openSUSE Leap, SLES HPC-Varianten) decken sich zwar teilweise mit dem eingesetzten SLES 15, jedoch ist Warewulf4 eine spezialisierte HPC-Software, die in einer Standard-Unternehmensumgebung typischerweise nicht installiert ist. Der EPSS-Score von 0,3% (Perzentile 19%) bestätigt eine sehr geringe reale Ausnutzungswahrscheinlichkeit, und es liegt kein KEV-Eintrag vor.

Empfehlung: Prüfen Sie einmalig, ob warewulf4 auf SLES-15-Systemen installiert ist (rpm -q warewulf4). Ist dies nicht der Fall – was im vorliegenden Unternehmenskontext zu erwarten ist – besteht kein Handlungsbedarf. Sollte warewulf4 wider Erwarten im Einsatz sein, sind die SUSE-Sicherheitsupdates zeitnah einzuspielen.
CVE-2026-39821 · EPSS 0.4%CVE-2025-69725 · EPSS 0.2%CVE-2026-33814 · EPSS 0.6%CVE-2026-34986 · CVSS 7.5 · EPSS 0.3%
NIEDRIG DFN-CERT 2026-1793 2026-07-10
Advisory öffnen →
libexif: Mehrere Schwachstellen ermöglichen u. a. das Ausführen beliebigen Programmcodes (Linux, Office, Systemsoftware)
CVSS 4.0EPSS 0.2%Konfidenz: MITTEL
Office Systemsoftware · Linux
EPSS-Einordnung

EPSS 0.2% – sehr geringes Ausnutzungsrisiko. Übertrifft 9% aller bekannten CVEs. Kaum aktive Exploitation in der Wildnis beobachtet.

SentiGuard-Einschätzung 🔧 Wartungsfenster

Die beiden bewerteten CVEs (CVE-2026-40385, CVE-2026-40386) weisen einen lokalen Angriffsvektor (AV:L) mit hoher Angriffskomplexität (AC:H) auf und erfordern keine Authentifizierung, ermöglichen jedoch nur eingeschränkten Informationsabfluss und begrenzte Verfügbarkeitsbeeinträchtigung. Die EPSS-Scores von 0,1% (Perzentile 1% bzw. 3%) signalisieren eine sehr geringe reale Ausnutzungswahrscheinlichkeit. Kein KEV-Eintrag vorhanden. Der Kunde betreibt SLES 15, für das Patches verfügbar sind – Ubuntu 22.04 LTS ist ebenfalls potenziell betroffen, sofern libexif installiert ist. Die dritte Schwachstelle CVE-2026-32775 (Codeausführung) ist im Advisory erwähnt, aber ohne CVSS/EPSS-Daten bewertet, was die Gesamteinschätzung mit Unsicherheit behaftet.

Empfehlung: Auf SLES 15 (SP7) die bereitgestellten libexif-Sicherheitsupdates im nächsten regulären Wartungsfenster einspielen. Auf Ubuntu 22.04 LTS prüfen, ob libexif installiert ist (dpkg -l libexif*) und ggf. verfügbare Distributionsupdates anwenden. Da libexif typischerweise nur von Anwendungen zur EXIF-Metadatenverarbeitung genutzt wird, den tatsächlichen Einsatz im Unternehmen verifizieren. CVE-2026-32775 (Codeausführung) im Blick behalten, sobald vollständige CVSS-Daten vorliegen.
CVE-2026-32775 · EPSS 0.2%CVE-2026-40385 · CVSS 4.0 · EPSS 0.1%CVE-2026-40386 · CVSS 4.0 · EPSS 0.1%
NICHT RELEVANT DFN-CERT 2026-2240 2026-07-10 Linux · Sicherheit · Server
Advisory öffnen →
TigerVNC: Mehrere Schwachstellen ermöglichen u. a. das Ausführen beliebigen Programmcodes (Linux, Oracle, Netzwerk)
CVSS n/vEPSS 0.5%Konfidenz: MITTEL
Netzwerk · Linux Oracle
EPSS-Einordnung

EPSS 0.5% – sehr geringes Ausnutzungsrisiko. Übertrifft 39% aller bekannten CVEs. Kaum aktive Exploitation in der Wildnis beobachtet.

SentiGuard-Einschätzung — Nicht relevant

Das Advisory betrifft TigerVNC auf Linux-Systemen (primär Red Hat Enterprise Linux / Oracle Linux). Der Kunde setzt SLES 15 und Ubuntu 22.04 LTS ein, nicht RHEL oder Oracle Linux. TigerVNC ist zudem typischerweise kein Standardbestandteil von Server-Deployments und müsste explizit installiert sein. Da keine CVE-Details vorliegen, ist eine CVSS- oder EPSS-basierte Bewertung nicht möglich, jedoch ändert dies nichts an der fehlenden Plattformrelevanz für den vorliegenden Kundenkontext.

Empfehlung: Keine unmittelbare Handlung erforderlich. Der Kunde sollte prüfen, ob TigerVNC auf den SLES 15- oder Ubuntu 22.04-Systemen installiert ist (z. B. via 'rpm -q tigervnc' bzw. 'dpkg -l tigervnc*'). Falls ja, sollten verfügbare Distributionsupdates eingespielt werden. VNC-Dienste sollten grundsätzlich nicht direkt aus dem Internet erreichbar sein und nur über gesicherte Tunnel (VPN/SSH) genutzt werden.
CVE-2026-33999 · EPSS 0.4%CVE-2026-34000 · EPSS 0.5%CVE-2026-34001 · EPSS 0.3%CVE-2026-34002 · EPSS 0.5%CVE-2026-34003 · EPSS 0.2%CVE-2026-34352 · EPSS 0.2%
MITTEL DFN-CERT 2026-3058 2026-07-10 Linux · Sicherheit · Server
Advisory öffnen →
libaom: Mehrere Schwachstellen ermöglichen u. a. das Ausführen beliebigen Programmcodes (Linux, Office)
CVSS n/vEPSS 0.4%Konfidenz: NIEDRIG
Office · Linux
EPSS-Einordnung

EPSS 0.4% – sehr geringes Ausnutzungsrisiko. Übertrifft 33% aller bekannten CVEs. Kaum aktive Exploitation in der Wildnis beobachtet.

SentiGuard-Einschätzung 📅 30 Tage

libaom ist eine AV1-Video-Codec-Bibliothek, die in verschiedenen Anwendungen eingesetzt wird. Die vier CVEs (CVE-2026-56208 bis -56211) ermöglichen theoretisch Remote Code Execution, erfordern jedoch zwingend Benutzerinteraktion (z. B. Öffnen einer manipulierten Mediendatei) und keine Privilegien. Da keine CVE-Detaildaten, kein EPSS-Score und kein CISA-KEV-Eintrag vorliegen, ist die reale Ausnutzungswahrscheinlichkeit derzeit nicht quantifizierbar. Der Kunde betreibt SLES 15, das explizit als betroffene Plattform gelistet ist; Microsoft Office-Systeme (Windows) sind nach aktuellem Advisory-Stand nicht betroffen.

Empfehlung: Auf den betroffenen SLES-15-Systemen (SP4/SP5) die bereitgestellten SUSE-Sicherheitsupdates für libaom einspielen. Prüfen, ob libaom auf Ubuntu 22.04 LTS ebenfalls installiert ist und ob dort Patches verfügbar sind (apt-get update && apt-cache policy libaom-dev). Windows-Systeme sind nach aktuellem Stand nicht betroffen und müssen nicht gesondert behandelt werden. Keine Notfallmaßnahmen erforderlich, da Benutzerinteraktion als Voraussetzung die Angriffsfläche deutlich reduziert.
CVE-2026-56208 · EPSS 0.3%CVE-2026-56209 · EPSS 0.3%CVE-2026-56210 · EPSS 0.2%CVE-2026-56211 · EPSS 0.4%
NICHT RELEVANT DFN-CERT 2026-3283 2026-07-10 Sicherheit
Advisory öffnen →
Ruby: Mehrere Schwachstellen ermöglichen u. a. das Ausführen beliebigen Programmcodes (Linux, Entwicklung)
CVSS 8.1EPSS 0.7%Konfidenz: MITTEL
Entwicklung · Linux
EPSS-Einordnung

EPSS 0.7% – sehr geringes Ausnutzungsrisiko. Übertrifft 48% aller bekannten CVEs. Kaum aktive Exploitation in der Wildnis beobachtet.

SentiGuard-Einschätzung — Nicht relevant

Die betroffenen Produkte sind Ruby-Laufzeitumgebungen unter Linux, primär im Entwicklungskontext. Der Kundenkontext (Beispiel GmbH) listet keine Ruby-Installationen oder Ruby-basierten Anwendungen in der eingesetzten Technologiebasis. Die betroffenen Linux-Systeme (SLES 15, Ubuntu 22.04 LTS) könnten zwar Ruby als Systempaket enthalten, jedoch ist dies ohne expliziten Einsatz im Produktivbetrieb nicht risikorelevant. Der EPSS-Score von 0,5 % (Perzentile 39 %) signalisiert eine geringe reale Ausnutzungswahrscheinlichkeit; kein KEV-Eintrag vorhanden.

Empfehlung: Prüfen, ob Ruby auf den Linux-Systemen (SLES 15, Ubuntu 22.04 LTS) installiert ist und aktiv genutzt wird. Falls Ruby als Entwicklungswerkzeug oder Abhängigkeit vorhanden ist, sollte ein Update auf Ruby 3.4.10 im nächsten regulären Patchzyklus eingeplant werden. Andernfalls besteht kein Handlungsbedarf.
CVE-2026-41316 · CVSS 8.1 · EPSS 0.5%CVE-2026-42245 · EPSS 0.4%CVE-2026-42246 · EPSS 0.3%CVE-2026-42256 · EPSS 0.3%CVE-2026-42257 · EPSS 0.4%CVE-2026-42258 · EPSS 0.7%CVE-2026-47240 · EPSS 0.5%CVE-2026-47241 · EPSS 0.2%+1 weitere
NIEDRIG DFN-CERT 2026-3279 2026-07-10
Advisory öffnen →
rlottie: Mehrere Schwachstellen ermöglichen Denial-of-Service-Angriffe (Linux, Office)
CVSS n/vEPSS 0.1%Konfidenz: NIEDRIG
Office · Linux
EPSS-Einordnung

EPSS 0.1% – sehr geringes Ausnutzungsrisiko. Übertrifft 1% aller bekannten CVEs. Kaum aktive Exploitation in der Wildnis beobachtet.

SentiGuard-Einschätzung 🔧 Wartungsfenster

Die Schwachstellen in rlottie ermöglichen ausschließlich lokale Denial-of-Service-Angriffe und erfordern zwingend Benutzerinteraktion (z. B. Öffnen einer manipulierten Lottie-Animationsdatei). Keine Privilegien sind erforderlich, jedoch ist der Angriffsvektor lokal, was die Ausnutzbarkeit im Unternehmenskontext erheblich einschränkt. CVE-Daten und EPSS-Scores liegen noch nicht vor (sehr neues Advisory), und es gibt keinen KEV-Eintrag. Der Kunde setzt Microsoft Office auf Windows ein, nicht auf Linux; rlottie ist primär eine Linux-Bibliothek (Debian-Paket), sodass die Relevanz für die eingesetzte Infrastruktur gering ist – Ubuntu 22.04 LTS könnte betroffen sein, sofern rlottie dort installiert ist.

Empfehlung: Prüfen, ob rlottie auf den Ubuntu 22.04 LTS-Systemen installiert ist (dpkg -l rlottie). Falls ja, das verfügbare Paket-Update im Rahmen des regulären Patch-Zyklus einspielen. Auf Windows-Systemen besteht kein Handlungsbedarf. Da nur DoS und keine Code-Ausführung möglich ist und Benutzerinteraktion erforderlich ist, ist keine Notfallmaßnahme notwendig.
CVE-2026-10305 · EPSS 0.1%CVE-2026-47306 · EPSS 0.1%CVE-2026-47318 · EPSS 0.1%CVE-2026-47319 · EPSS 0.1%CVE-2026-47320 · EPSS 0.1%CVE-2026-8916 · EPSS 0.1%
Keine Ergebnisse für diese Filterauswahl.
📌 Watchlist
Filter:
Sortieren:
CVSS
Schweregrad einer Schwachstelle (0–10). Bewertet Angriffsvektor, Komplexität, benötigte Rechte und Auswirkung. Misst Schwere – nicht die Wahrscheinlichkeit aktiver Ausnutzung.
EPSS
Wahrscheinlichkeit (0–100%) der Ausnutzung in den nächsten 30 Tagen, basierend auf Threat Intelligence und Dark Web-Aktivität. Quelle: FIRST.org. Ergänzt CVSS um die reale Exploitabilität.
CISA KEV
US-Behörde CISA: Liste aktiv in der Wildnis ausgenutzter Schwachstellen. KEV-Eintrag = bestätigte Exploitation. Immer zeitnahes Handeln erforderlich.
CVE
Eindeutige, weltweit gültige Bezeichnung einer Sicherheitslücke (CVE-JJJJ-NNNN). Vergeben von MITRE, gepflegt in der NVD (NIST).
Konfidenz
HOCH: vollständige Datenbasis. MITTEL: teilweise verfügbar. NIEDRIG: wenig Daten (z.B. sehr neue CVEs) – manuelle Prüfung empfohlen.
Risikostufen
KRITISCH: sofort handeln. HOCH: zeitnah patchen. MITTEL: reguläres Patch-Management. NIEDRIG: beobachten. NICHT RELEVANT: betrifft keine eingesetzten Technologien.
Zeitrahmen
⚡ Sofort: 24–48h. 📅 7 Tage: Notfall-Patch. 📅 30 Tage: nächster Patch-Zyklus. 🔧 Wartungsfenster: planbar. 👁 Beobachten: keine Aktion, Monitoring.
Watchlist
CVEs aus KRITISCH-, HOCH- und MITTEL-Advisories werden automatisch aufgenommen und nach Tag 7, 30 und 90 re-evaluiert. Eskalation bei EPSS-Anstieg >5%, Überschreitung der 10%-Schwelle oder NEU in CISA KEV.