AirDrop - China kann nun mithören

Die chinesische Regierung hat behauptet, dass sie einen Weg gefunden hat, die Verschlüsselung von Apples AirDrop-Feature zu umgehen, um Absender von Nachrichten identifizieren zu können. Diese Entwicklung ist besonders bedeutend, da AirDrop bisher eine Möglichkeit für Aktivisten bot, Informationen anonym zu teilen, insbesondere im Zusammenhang mit Protesten. AirDrop, ein exklusives Feature für Apple-Geräte, ermöglichte es Benutzern, Dateien direkt von Gerät zu Gerät über kurze Distanzen zu senden, ohne dabei ihre Identität preiszugeben.

Diese Sicherheitsmaßnahme machte AirDrop zu einem beliebten Werkzeug für Anti-Regierungsaktivisten, um zensierte Informationen im Internet zu verbreiten. Da AirDrop eine direkte Gerät-zu-Gerät-Protokollfunktion ist, gab es für die Regierung keine Möglichkeit, dies zu blockieren. Jedoch hat ein staatlich unterstütztes Institut in China nun einen Weg gefunden, die Verschlüsselung von AirDrop zu knacken und die Identität der Absender zu enthüllen, indem es die verschlüsselten Gerätelogs von iPhones analysiert. Die Polizei hat diese Methode bereits genutzt, um mehrere Verdächtige zu identifizieren, die unangemessene Inhalte über AirDrop geteilt haben. Es gibt jedoch keine Hinweise darauf, dass die Inhaltsverschlüsselung von AirDrop geknackt wurde.

Als Reaktion auf Bedenken der chinesischen Regierung über die Nutzung von AirDrop zur Umgehung ihrer Zensur hat Apple bereits eine Änderung vorgenommen, die das Empfangen von Dokumenten von Fremden auf ein 10-Minuten-Zeitfenster beschränkt, nach dem es automatisch auf “Nur Kontakte” zurückgesetzt wird. Diese Änderung wurde weltweit eingeführt, um die Verbreitung unerwünschter Inhalte zu erschweren.

Die chinesische Regierung hat bereits in der Vergangenheit Druck auf Apple ausgeübt, um das Teilen von anti-regierungskritischen Materialien zu erschweren, und es scheint, dass sie nun mit dieser Entwicklung in der Lage ist, die Quellen solcher Übertragungen effektiver zu verfolgen und zu identifizieren

Related Posts

Lumma Malware verbreitet sich über Links auf Youtube

Ein kürzlich veröffentlichter Bericht von Fortinet hebt eine neue Bedrohung durch eine Variante der Lumma-Malware hervor, die über YouTube verbreitet wird. Cyberkriminelle nutzen YouTube-Kanäle, um Videos hochzuladen, die in ihren Beschreibungen bösartige Links enthalten. Diese Links führen die Nutzer zu Downloads, die als nützliche Software getarnt sind, tatsächlich aber die Lumma-Malware enthalten. Diese Malware ist darauf ausgerichtet, vertrauliche Informationen von den infizierten Systemen zu stehlen. Der Bericht betont die Notwendigkeit für Nutzer, wachsam zu sein und verdächtige Links zu vermeiden, insbesondere wenn sie von unbekannten Quellen stammen. Weitere Informationen finden Sie im vollständigen Bericht von Fortinet.

Read More

Hackerangriff auf Handwerkskammern in NRW

In der ersten Januarwoche 2024 ereignete sich ein gravierender Sicherheitsvorfall im Rechenzentrum des IT-Dienstleisters, der mehrere Handwerkskammern in Deutschland, einschließlich der Handwerkskammer Düsseldorf, betraf. Dieser Vorfall führte dazu, dass die Internetseiten und Online-Services vieler Handwerkskammern nicht erreichbar sind.

Read More

Sicherheitswarnung für IBM DB2 veröffentlicht

Am 8. Januar 2024 wurde eine Sicherheitswarnung für IBM DB2 veröffentlicht. Diese betrifft das Betriebssystem Windows und das Produkt IBM DB2. Die Schwachstelle, gekennzeichnet als CVE-2023-47145, ermöglicht es lokalen Angreifern, ihre Privilegien zu erhöhen. Der CVSS Base Score liegt bei 8,4, was auf ein hohes Risiko hinweist. Betroffen sind IBM DB2 Versionen 11.5.x, 10.5.0.x und 11.1.4.x. Nutzer dieser Systeme sollten sicherstellen, dass sie auf dem neuesten Stand sind und die neuesten Sicherheitspatches installieren. Weitere Informationen finden Sie im IBM Security Bulletin 7105500 vom 07. Januar 2024

Read More