AirDrop - China kann nun mithören

Die chinesische Regierung hat behauptet, dass sie einen Weg gefunden hat, die Verschlüsselung von Apples AirDrop-Feature zu umgehen, um Absender von Nachrichten identifizieren zu können. Diese Entwicklung ist besonders bedeutend, da AirDrop bisher eine Möglichkeit für Aktivisten bot, Informationen anonym zu teilen, insbesondere im Zusammenhang mit Protesten. AirDrop, ein exklusives Feature für Apple-Geräte, ermöglichte es Benutzern, Dateien direkt von Gerät zu Gerät über kurze Distanzen zu senden, ohne dabei ihre Identität preiszugeben.

Diese Sicherheitsmaßnahme machte AirDrop zu einem beliebten Werkzeug für Anti-Regierungsaktivisten, um zensierte Informationen im Internet zu verbreiten. Da AirDrop eine direkte Gerät-zu-Gerät-Protokollfunktion ist, gab es für die Regierung keine Möglichkeit, dies zu blockieren. Jedoch hat ein staatlich unterstütztes Institut in China nun einen Weg gefunden, die Verschlüsselung von AirDrop zu knacken und die Identität der Absender zu enthüllen, indem es die verschlüsselten Gerätelogs von iPhones analysiert. Die Polizei hat diese Methode bereits genutzt, um mehrere Verdächtige zu identifizieren, die unangemessene Inhalte über AirDrop geteilt haben. Es gibt jedoch keine Hinweise darauf, dass die Inhaltsverschlüsselung von AirDrop geknackt wurde.

Als Reaktion auf Bedenken der chinesischen Regierung über die Nutzung von AirDrop zur Umgehung ihrer Zensur hat Apple bereits eine Änderung vorgenommen, die das Empfangen von Dokumenten von Fremden auf ein 10-Minuten-Zeitfenster beschränkt, nach dem es automatisch auf “Nur Kontakte” zurückgesetzt wird. Diese Änderung wurde weltweit eingeführt, um die Verbreitung unerwünschter Inhalte zu erschweren.

Die chinesische Regierung hat bereits in der Vergangenheit Druck auf Apple ausgeübt, um das Teilen von anti-regierungskritischen Materialien zu erschweren, und es scheint, dass sie nun mit dieser Entwicklung in der Lage ist, die Quellen solcher Übertragungen effektiver zu verfolgen und zu identifizieren

Related Posts

Hacker nutzen Apache RocketMQ Server - Schwachstelle aus - jetzt updaten

Apache RocketMQ-Server waren Anfang 2024 Zielscheibe von Hackerangriffen, die eine Schwachstelle für Remotebefehlsausführung (CVE-2023-33246 und CVE-2023-37582) ausnutzten. Die Hacker haben hier leichtes Spiel, denn es gibt sogar eine Webseite mit einer Karten von angreifbaren Servern.

Read More

Hacker Technik: Island Hopping

Island-Hopping, auch bekannt als laterale Bewegung, ist eine Cyberangriffstechnik, bei der Angreifer ein primäres Ziel kompromittieren, um Zugang zu weiteren Netzwerken oder verbundenen Systemen zu erhalten. Bei Island-Hopping-Angriffen beginnen die Angreifer typischerweise mit der Kompromittierung eines weniger gesicherten Teils eines Netzwerks. Nach dem initialen Eindringen nutzen sie ihre Präsenz, um sich horizontal durch das Netzwerk zu bewegen und weitere Systeme zu kompromittieren. Dies kann bedeuten, dass sie von einem Unternehmen zum nächsten springen, insbesondere wenn diese Firmen geschäftlich miteinander verbunden sind. Üblich sind z.B. Angriffe auf Personalberatungsfirmen oder IT Dienstleister. Durch diese Methode können Angreifer auf eine Vielzahl von Daten zugreifen und ihre Angriffsfläche erweitern, ohne direkt auf das eigentliche Ziel zuzugreifen.

Read More

Sicherheitswarnung für IBM DB2 veröffentlicht

Am 8. Januar 2024 wurde eine Sicherheitswarnung für IBM DB2 veröffentlicht. Diese betrifft das Betriebssystem Windows und das Produkt IBM DB2. Die Schwachstelle, gekennzeichnet als CVE-2023-47145, ermöglicht es lokalen Angreifern, ihre Privilegien zu erhöhen. Der CVSS Base Score liegt bei 8,4, was auf ein hohes Risiko hinweist. Betroffen sind IBM DB2 Versionen 11.5.x, 10.5.0.x und 11.1.4.x. Nutzer dieser Systeme sollten sicherstellen, dass sie auf dem neuesten Stand sind und die neuesten Sicherheitspatches installieren. Weitere Informationen finden Sie im IBM Security Bulletin 7105500 vom 07. Januar 2024

Read More