AT&T zahlt 370.000 US-Dollar an Hacker nach gigantischem Datenleck

Am 14. Juli 2024 wurde nach Aussage der Zeitschrift Wired bekannt, dass der US-Telekommunikationsriese AT&T einem Hacker 370.000 US-Dollar zahlte, um gestohlene Anruf- und Textdaten von Millionen Kunden zu löschen. Diese Zahlung erfolgte im Mai, nachdem ein Mitglied der berüchtigten Hackergruppe ShinyHunters die Daten erbeutet hatte. Die verhandelten Daten betrafen ca. 70 Mio aktive und bereits inaktive Nutzeraccounts und umfassten nahezu alle Sprach und Textnachrichten seiner Mobilfunkkunden.

Der Hacker, der die Daten gestohlen hatte, forderte ursprünglich 1 Million US-Dollar, stimmte jedoch letztendlich einem Drittel dieser Summe zu. Die Transaktion in Höhe von 5.7 Bitcoin (entsprechend 373.646 US-Dollar zum Zeitpunkt der Zahlung) wurde bestätigt und über mehrere Kryptowährungsbörsen gewaschen, wobei die Identität der Wallet-Besitzer unbekannt blieb.

Die ausgenutzte Sicherheitslücke ist Teil einer größeren Angriffswelle, bei der Hacker über unzureichend gesicherte Snowflake-Cloud-Speicherkonten Daten von über 150 Unternehmen entwendeten, darunter auch Ticketmaster, Santander und LendingTree. AT&T bestätigte den Vorfall in einem Bericht an die Securities and Exchange Commission und betonte, dass sie die Sicherheitslücke im April entdeckten.

Related Posts

Hacker stehlen 650 GB Daten der TÜV Rheinland Akademie GmbH

Die TÜV Rheinland Akademie GmbH, ein Weiterbildungsanbieter für IT Security, meldete einen unautorisierten Zugriff auf einzelne Bereiche ihres Schulungsnetzwerks durch Hacker. Betroffen sind Trainingsinhalte, Raumbelegungsinformationen und potenziell Zugangsdaten zu Schulungen, die inzwischen unbrauchbar gemacht wurden. Sensible personenbezogene Daten scheinen nicht betroffen zu sein. Insgesamt belaufen sich die gestohlenen Daten auf über 650 GB.

Read More

Sicherheitslücke bei Hotel-Check-in-Terminal Ariane Allegro entdeckt

Am 5. Juni 2024 berichtete die Pentagrid AG über eine Sicherheitslücke bei einem Hotel-Check-in-Terminal, das den Ariane Allegro Scenario Player im Kiosk-Modus nutzt. Diese Sicherheitslücke wurde während eines Bedrohungsmodellierungs-Workshops in einem neuen Hotel entdeckt, das keine Check-in-Mitarbeiter hat und vollständig auf Selbstbedienungsterminals setzt. Die Lücke erhielt die Bewertung CVSS:3.1/AV:P/AC:L/PR:N/UI:N/S:U/C:H/I:H/A:H, 6.8 / 10.

Read More

FBI Aufruf an LockBit Opfer: wir konnten 7.000 Decryption Keys sicherstellen

In diesem Jahr führte das FBI auch eine komplexe Operation gegen LockBit durch, ein großes Ransomware-as-a-Service (RaaS)-Modell. LockBit wurde von dem russischen Programmierer Dimitri Khoroshev, alias “Putinkrab”, “Nerowolfe” und “LockBitsupp” gegründet. Er lizenziert LockBit-Ransomware an hunderte kriminelle Gruppen und erhält 20 % der erpressten Gelder. Khoroshev unterstützt seine Affiliates durch Hosting, Schätzung optimaler Lösegeldforderungen und Geldwäsche. Seit 2019 hat LockBit weltweit über 2.400 Angriffe durchgeführt, die Milliarden von Dollar an Schäden verursacht haben.

Read More