Bundesamt für Kartographie und Geodäsie (BKG) von staatlichen chinesischen Hackern ausspioniert

Am 31. Juli 2024 gab die Bundesregierung bekannt, dass ein schwerer Cyberangriff auf das Bundesamt für Kartographie und Geodäsie (BKG) im Jahr 2021 eindeutig staatlichen chinesischen Akteuren zugeordnet werden konnte. Nach Abschluss des nationalen Attribuierungsverfahrens, das unter der Federführung des Auswärtigen Amts durchgeführt wurde, wurde bestätigt, dass der Angriff der Spionage diente. Dabei infiltrierten die Angreifer das Netzwerk des BKG und nutzten kompromittierte Endgeräte von Privatpersonen und Unternehmen als Verschleierungsnetzwerk.

Das Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) und das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) unterstützten das BKG bei der Bewältigung des Cyberangriffs. In der Folge konnte der Akteur erfolgreich aus dem Netzwerk ausgeschlossen werden, und das BKG implementierte umfangreiche Sicherheitsmaßnahmen, um sein Informationssicherheitsniveau deutlich zu verbessern.

Bundesinnenministerin Nancy Faeser verurteilte den Angriff scharf und betonte die fortwährende Gefahr durch chinesische Cyberangriffe. Sie unterstrich die Bedeutung verstärkter Sicherheitsmaßnahmen und kündigte weitere gesetzliche Schritte zur Erhöhung der Cybersicherheit an.

Die Sicherheitsbehörden warnen vor einer zunehmenden Intensivierung staatlich betriebener Spionageaktivitäten durch China, die auf die Erlangung von Informationen über politische Entscheidungsprozesse und wirtschaftliche Vorteile abzielen.

Related Posts

Hacker stehlen 650 GB Daten der TÜV Rheinland Akademie GmbH

Die TÜV Rheinland Akademie GmbH, ein Weiterbildungsanbieter für IT Security, meldete einen unautorisierten Zugriff auf einzelne Bereiche ihres Schulungsnetzwerks durch Hacker. Betroffen sind Trainingsinhalte, Raumbelegungsinformationen und potenziell Zugangsdaten zu Schulungen, die inzwischen unbrauchbar gemacht wurden. Sensible personenbezogene Daten scheinen nicht betroffen zu sein. Insgesamt belaufen sich die gestohlenen Daten auf über 650 GB.

Read More

Datenpanne bei National Public Data - 3 Mrd Datensätze nun öffentlich

6. August 2024 – National Public Data, ein Dienst von Jerico Pictures Inc., erlitt eine massive Datenpanne. Der Hacker „Fenice“ veröffentlichte 2,9 Milliarden Datensätze mit persönlichen Informationen, darunter Namen, Adressen und Sozialversicherungsnummern (SSNs) im Klartext. Betroffen sind hier vor allem US amerikanische Bürger.

Read More

Hackerangriff: Phishing Mails vom Hotel Waldstätterhof

Am 17.7.24 traf ein schwerer Hackerangriff das Seehotel Waldstätterhof in Brunnen am Vierwaldstättersee. Kriminelle verschickten Anfang dieser Woche gefälschte E-Mails von der offiziellen Hoteladresse an Hunderte Gäste. Diese E-Mails forderten die Empfänger auf, ihre Zahlungsdaten über einen Link einzugeben, um ihre Reservierungen zu bestätigen.

Read More