CVE-2025-9164: DLL-Hijacking in Docker Desktop Installer ermöglicht lokale Rechteausweitung

Eine neu veröffentlichte Schwachstelle (CVE-2025-9164, auch GHSA-5p9c-72f9-f98q, EUVD-2025-36191) betrifft den Docker Desktop Installer bis Version 4.48.0. Laut Advisory nutzt der Installer eine unsichere DLL-Suchreihenfolge und lädt Bibliotheken aus dem Downloads-Ordner des Benutzers, bevor Systemverzeichnisse geprüft werden.

Ein lokaler Angreifer kann dadurch eine präparierte DLL platzieren und beim Installationsvorgang beliebigen Code mit erhöhten Rechten ausführen. Die Schwachstelle wird mit einem CVSS-Score von 8.8 (hoch) bewertet.

Betroffen sind ausschließlich Windows-Systeme, auf denen Docker Desktop manuell installiert oder aktualisiert wird. Docker hat das Problem erkannt und Nutzern empfohlen, nur Installer aus vertrauenswürdigen Quellen zu verwenden und vor der Installation den Downloads-Ordner zu leeren. Ein Fix wird mit einer kommenden Version erwartet.

Related Posts

Samba schließt kritische RCE-Lücke über WINS-Hook

Das Samba-Team hat mit den Versionen 4.23.2, 4.22.5 und 4.21.9 eine schwerwiegende Sicherheitslücke (CVE-2025-10230, CVSS 10.0) geschlossen. Betroffen sind alle Samba-Versionen seit 4.0, wenn auf einem Domain Controller sowohl der WINS-Server aktiviert als auch der Parameter „wins hook“ gesetzt ist.

Read More

F5 meldet Sicherheitsvorfall mit Zugriff auf BIG-IP-Entwicklungsumgebung

Der IT-Sicherheitsanbieter F5 hat am 15. Oktober 2025 Details zu einem Sicherheitsvorfall veröffentlicht, bei dem ein staatlich unterstützter Angreifer im August 2025 langfristigen Zugriff auf interne Systeme hatte. Betroffen waren unter anderem die Entwicklungsumgebung der BIG-IP-Produkte sowie Plattformen zur Wissensverwaltung. Laut F5 wurden Dateien mit Quellcode und Informationen zu noch unveröffentlichten Schwachstellen entwendet.

Read More

GlassWorm: Unsichtbarer Wurm infiziert VS-Code-Extensions

Sicherheitsforscher von Koi Security haben einen selbst-propagierenden Wurm namens GlassWorm entdeckt, der VS-Code-Erweiterungen auf dem OpenVSX-Marktplatz kompromittiert und bereits aktive Infektionen verteilt. (koi.ai) Die Malware versteckt ausführbaren JavaScript-Code mit unsichtbaren Unicode-Zeichen, sodass Code-Reviews und viele statische Scanner den Schadcode nicht bemerken. Als Kommando- und Steuerinfrastruktur nutzt GlassWorm eine Kombination aus Solana-Blockchain-Transaktionen (immutable Memo-Felder) und einem Google-Calendar-Event als Backup-C2, plus direkte Payload-URLs — eine schwer zu unterbindende, dezentrale Steuerkette. Die Nutzlasten enthalten Credential-Stealer und einen Remote-Access-Trojaner (ZOMBI), der NPM/Git/GitHub/OpenVSX-Tokens stiehlt, Entwicklermaschinen zu SOCKS-Proxies macht und versteckte VNC/HVNC-Zugänge einrichtet. Koi meldet, dass am 17. Oktober mehrere OpenVSX-Extensions kompromittiert wurden und die Gesamtzahl der betroffenen Installationen sich in den Zehntausenden bewegt; weitere befallene Erweiterungen wurden auch im offiziellen VS-Code-Marketplace gefunden. Organisationen und Entwickler sollten sofort prüfen, ob sie betroffene Extensions installiert haben, Tokens/Keys rotieren und lokale Erkennungsmaßnahmen für versteckte Unicode-Zeichen sowie Netzwerk-Anomalien einsetzen.

Read More