Datenschutz-Skandal in Rostocks Stadtverwaltung: Ermittlungen wegen Datenlecks

Am 11. Dezember 2024 wurde bekannt, dass die Staatsanwaltschaft gegen eine ehemalige Mitarbeiterin der Rostocker Stadtverwaltung ermittelt. Nach Informationen des NDR soll die Beschuldigte im Einwohnermeldeamt unerlaubt mehr als 100 Adress- und Personendaten von Stadtbeschäftigten und Richtern abgegriffen haben. Eine Anzeige der Stadt Rostock führte zur Einleitung eines Ermittlungsverfahrens wegen des Ausspähens von Daten.

  • Tatzeitraum: Erste Hinweise Ende Juli/Anfang August 2024.
  • Betroffene: Über 100 Personen, darunter Stadtbeschäftigte und Richter.
  • Informierung der Betroffenen: Anfang Oktober und Ende November 2024 nach Anpassung der Liste durch die Polizei.
  • Maßnahmen der Stadt: Verstärkte Sicherheitsvorkehrungen, Passwortänderungen und Sensibilisierung der Mitarbeiter.

Die Stadt bestätigte, dass die Tatverdächtige nicht mehr dort beschäftigt ist. Bei einer Hausdurchsuchung wurden weitere Daten sichergestellt. Es gibt jedoch bislang keine Hinweise auf eine Veröffentlichung oder anderweitige Nutzung der Daten.

Related Posts

Datenschutz nur per Opt-Out: Microsoft Word trainiert KI mit Ihren Daten

Die Integration von KI in Office-Anwendungen hat eine neue Stufe erreicht. Funktionen wie Microsofts CoPilot versprechen, die Produktivität zu steigern und alltägliche Aufgaben zu erleichtern. Doch ein Bericht auf Medium mit dem Titel "MS Word Is Using You to Train AI" hat eine wichtige Diskussion ausgelöst: Werden Ihre Dokumente möglicherweise verwendet, um KI-Modelle zu trainieren, ohne dass Sie es merken?

Read More

Internationale Datenschutzkonferenz verabschiedet Resolution für vertrauenswürdigen internationalen Datenverkehr

Vom 28. Oktober bis zum 1. November fand in Jersey die Global Privacy Assembly (Internationale Datenschutzkonferenz verabschiedet Resolution für vertrauenswürdigen internationalen Datenverkehr) statt, bei der Datenschutzbehörden aus über 130 Ländern zusammenkamen. Auf Initiative der deutschen Delegation unter Leitung der Bundesbeauftragten für den Datenschutz und die Informationsfreiheit (BfDI), Prof. Dr. Louisa Specht-Riemenschneider, wurde eine Resolution zum „Data Free Flow with Trust“ (DFFT) verabschiedet. Diese Resolution wurde in Zusammenarbeit mit dem Europäischen Datenschutzbeauftragten entwickelt und zielt darauf ab, vertrauenswürdige Rahmenbedingungen für den internationalen Datenaustausch zu schaffen. Die Empfehlungen der GPA zu DFFT legen zentrale datenschutzrechtliche Elemente fest, um Standards wie Standardvertragsklauseln und Zertifizierungen zu harmonisieren und somit die Sicherheit und Vertrauenswürdigkeit von Datenübermittlungen zu fördern.

Read More

Elektronische Patientenakte (ePA): Chancen, Herausforderungen und Kontroversen

Mit der geplanten Einführung der elektronischen Patientenakte (ePA) im Jahr 2025 erreicht die Digitalisierung des deutschen Gesundheitswesens einen Meilenstein. Die ePA soll medizinische Daten zentral verfügbar machen, um die Patientenversorgung zu verbessern und Kosten zu reduzieren. Trotz des Potenzials dieser Technologie gibt es erhebliche Bedenken, die von Datenschutzfragen bis hin zur praktischen Nutzbarkeit reichen.

Read More