DATEV-Störung führt zu möglichem DSGVO-Vorfall bei Lohnabrechnungen

Beim IT-Dienstleister DATEV kam es am 8. und 9. Januar 2026 zu einer schwerwiegenden Störung im Umfeld der Lohnabrechnung. Wie der IT-Blog Borncity berichtet, war insbesondere das Modul LODAS betroffen. Zwar konnte die technische Störung offenbar per Workaround eingedämmt werden, dennoch scheint es dabei zu gravierenden Folgeproblemen gekommen zu sein.

Mehrere DATEV-Mitglieder meldeten, dass ihnen Probe-Lohnabrechnungen von vollständig fremden Mandanten angezeigt oder zugestellt wurden. Ursache sollen fehlerhafte Mandantenzuordnungen in Datenbanken oder Cloud-Caches sein. Dadurch könnten personenbezogene und hochsensible Lohndaten unbefugt offengelegt worden sein.

Der Vorfall hat erhebliche datenschutzrechtliche Relevanz, da Steuerkanzleien als Verantwortliche im Sinne der DSGVO auftreten und nun mit möglichen Melde- und Haftungsfragen konfrontiert sind.

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