DeepSeek: Millionen sensibler Datensätze geleakt

Ein schwerwiegendes Sicherheitsproblem wurde bei DeepSeek, einem chinesischen KI-Startup, entdeckt. Das Sicherheitsteam von Wiz Research fand eine öffentlich zugängliche ClickHouse-Datenbank, die ohne Authentifizierung abrufbar war. Diese Sicherheitslücke ermöglichte uneingeschränkten Zugriff auf interne Daten, einschließlich Chatverläufe, API-Schlüssel, Backend-Informationen und Betriebslogs. Insgesamt wurden über eine Million sensible Log-Einträge offengelegt.

DeepSeek hat mit seinem DeepSeek-R1-Modell, das als Alternative zu OpenAIs neuesten Systemen gilt, erhebliche Aufmerksamkeit erregt. Wiz Research untersuchte daraufhin die externe Sicherheitslage des Unternehmens und fand innerhalb weniger Minuten eine offene ClickHouse-Datenbank auf den Subdomains oauth2callback.deepseek.com und dev.deepseek.com. Die Zugriffswege über Ports 8123 und 9000 ermöglichten direkte SQL-Abfragen ohne jegliche Authentifizierung.

Die Einträge aus den Logs enthielten:

  • Eindeutige Zeitstempel ab dem 6. Januar 2025
  • Verweise auf interne DeepSeek-API-Endpunkte
  • Klartext-Logs mit Chatverläufen, API-Keys und Backend-Metadaten
  • Dateipfade und Service-Zuordnungen der KI-Infrastruktur

Ein Angreifer hätte mit einfachen SQL-Befehlen nicht nur gespeicherte Chatverläufe auslesen, sondern möglicherweise auch sensible Informationen wie Passwörter oder interne Dateistrukturen exfiltrieren können.

Related Posts

Cyberangriff auf sieben weiterführende Schulen im Landkreis Kitzingen

Am 23. Oktober 2024 wurden die IT-Systeme mehrerer weiterführender Schulen im Landkreis Kitzingen Ziel eines Cyberangriffs. Betroffen sind unter anderem die Staatlichen Realschulen in Kitzingen und Dettelbach, das Armin-Knab-Gymnasium, das Gymnasium Marktbreit, die Berufsschule und FOSBOS sowie die Erich Kästner Schule. Auch der Schulstandort Ochsenfurt ist offline. Der Unterricht läuft jedoch vorerst weiter, allerdings gibt es starke Einschränkungen bei der digitalen Kommunikation.

Read More

Deutscher Cloud Provider: Massive Datenpanne betrifft gesamte Bevölkerung Georgiens

Am 4. Oktober 2024 wurde eine schwerwiegende Datenpanne in der Republik Georgien entdeckt. Eine ungeschützte Elasticsearch-Datenbank, gehostet von einem deutschen Cloud-Service-Anbieter, enthielt Millionen sensibler Datensätze georgischer Bürger. Die Datenbank wurde wenige Tage später, am 7. Oktober 2024, offline genommen, aber die potenziellen Risiken bleiben bestehen. Die Daten scheinen aus mehreren Quellen, möglicherweise staatlichen oder kommerziellen Datenbanken, zusammengeführt worden zu sein. Teile der Daten stammen offenbar aus einem bereits 2020 bekannten Leck, wurden aber mit neuen Datensätzen kombiniert. Das Datenvolumen umfasst mit mehr als 7 Mio Datensätze, wobei Georgien nur eine Bevölkerung von ca. 4 Mio Menschen aufweist. Es sind somit auch Dubletten und möglicherweise verstorbene Personen in den Datensätzen enthalten. Laut einem Bericht von Cybernews.com ist das Leck auf eine offen zugängliche ElasticSearch Instanz zurückzuführen.

Read More

Cisco untersucht mutmaßlichen Sicherheitsvorfall

Am 15. Oktober 2024 meldete Cisco einen potenziellen Sicherheitsvorfall, bei dem ein unbefugter Akteur angeblich Zugriff auf Daten von Cisco und dessen Kunden erlangt haben soll. Cisco konnte bisher keine Beweise für einen Systembruch finden. Die fraglichen Daten stammen von einem öffentlich zugänglichen DevHub, wobei keine sensiblen Informationen entdeckt wurden. Aus Vorsicht wurde der Zugang vorübergehend deaktiviert. Cisco setzt die Untersuchung fort und wird betroffene Kunden direkt informieren.

Read More