Libgcrypt-Schwachstelle: DoS-Angriffe möglich – Update erforderlich
Das Kryptografie-Modul Libgcrypt weist eine Sicherheitslücke auf, die Denial-of-Service-Angriffe ermöglicht. Betroffen sind Linux-Systeme, Container und verschiedene Anwendungen, die auf diese weit verbreitete Bibliothek angewiesen sind.
Risikobewertung
Die Schwachstelle (CVE-2026-41989) wird mit mittlerem Risiko eingestuft. Ein Angreifer könnte damit Dienste zum Absturz bringen, ohne sich authentifizieren zu müssen. Besonders relevant ist dies für produktive Umgebungen, in denen Ausfallzeiten erhebliche Auswirkungen haben. Kritische Daten werden nicht gefährdet, aber die Verfügbarkeit von Systemen ist beeinträchtigt.
Was ist zu tun?
Unternehmen mit SLES 15 SP7 sollten das bereitgestellte Sicherheitsupdate für Libgcrypt zeitnah einspielen. Ubuntu 22.04 LTS-Nutzer prüfen, ob ein Patch verfügbar ist, und installieren diesen ebenfalls. Nach dem Update müssen Dienste neu gestartet werden, die Libgcrypt nutzen – etwa SSH, GnuPG oder OpenSSL-abhängige Anwendungen.
Handlungsfrist: 30 Tage. Windows-Systeme sind nicht betroffen.
Quelle: DFN-CERT Advisory 2026-1697 · Risikostufe: MITTEL · Generiert am 25.08.2026