Redis-Schwachstelle ermöglicht Remote Code Execution auf Linux-Servern

In Redis wurde eine Sicherheitslücke (CVE-2026-25243) entdeckt, die es Angreifern ermöglicht, beliebigen Programmcode mit den Rechten des Redis-Dienstes auszuführen. Betroffen sind Linux-Systeme, insbesondere Server auf Basis von Oracle Linux.

Risikobewertung: Die Schwachstelle wird intern als hoch eingestuft. Remote Code Execution (RCE) – also die Möglichkeit, aus der Ferne Schadcode einzuschleusen – zählt zu den gefährlichsten Schwachstellenklassen überhaupt. Redis wird häufig als Cache-Dienst im Hintergrund eingesetzt, etwa in Verbindung mit Webanwendungen wie Django, Laravel, Node.js oder Zammad. Viele Unternehmen sind sich gar nicht bewusst, dass Redis auf ihren Systemen läuft.

Was ist zu tun?

  • Prüfen Sie, ob Redis auf Ihren Linux-Servern (Ubuntu, Debian, SLES) installiert ist – etwa mit systemctl status redis oder which redis-server.
  • Spielen Sie verfügbare Sicherheitsupdates für Redis umgehend ein.
  • Stellen Sie sicher, dass Redis nicht über das Netzwerk erreichbar ist. Standardmäßig sollte der Dienst nur auf localhost (127.0.0.1) lauschen. Prüfen Sie dies in der Konfigurationsdatei (bind-Direktive in redis.conf).
  • Schränken Sie den Netzwerkzugang per Firewall-Regel zusätzlich ein, falls eine Netzwerkbindung betrieblich notwendig ist.

Der empfohlene Zeitrahmen für die Umsetzung beträgt maximal 7 Tage. Redis ist ein weit verbreiteter Dienst, der oft ohne gesonderte Absicherung betrieben wird – das macht ihn zu einem attraktiven Angriffsziel.


Quelle: DFN-CERT Advisory 2026-2286 · Risikostufe: HOCH · Generiert am 23.06.2026

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