Linux-Kernel: Mehrere Schwachstellen erfordern Aufmerksamkeit
Das DFN-CERT hat ein Advisory zu mehreren Schwachstellen im Linux-Kernel veröffentlicht. Betroffen sind primär Oracle Linux und Red Hat Enterprise Linux, doch die zugrundeliegenden Kernel-Probleme können auch andere Distributionen wie SLES 15 und Ubuntu 22.04 LTS betreffen.
Risikobewertung
Die Schwachstellen ermöglichen Denial-of-Service-Angriffe und teilweise Remote Code Execution. Die kritischsten CVEs (CVE-2025-68183, CVE-2026-23455) sind zwar netzwerkseitig ausnutzbar, weisen aber derzeit eine sehr geringe reale Ausnutzungswahrscheinlichkeit auf. Einige Schwachstellen erfordern Zugriff aus dem lokalen Netzwerk. Insgesamt wird die Risikostufe als MITTEL bewertet.
Was ist zu tun?
Unternehmen sollten aktiv die Sicherheitshinweise ihrer Linux-Distributoren beobachten – insbesondere SUSE Security Advisories und Ubuntu Security Notices. Sobald entsprechende Patches verfügbar sind, sollten diese im nächsten regulären Wartungsfenster eingespielt werden. Bis dahin empfehlen wir: Stellen Sie sicher, dass exponierte Linux-Systeme nicht unnötig aus dem Internet erreichbar sind. Nutzen Sie Netzwerksegmentierung, um Angriffe aus dem lokalen Netzwerk zu erschweren.
Quelle: DFN-CERT Advisory 2026-2290 · Risikostufe: MITTEL · Generiert am 30.07.2026