Kritische Linux-Kernel-Lücken: Sofortiges Update für Ubuntu 22.04 LTS
Im Linux-Kernel wurden mehrere Sicherheitslücken entdeckt, die es Angreifern unter anderem ermöglichen, lokale Benutzerrechte auf Systemebene auszuweiten (Privilege Escalation). Betroffen sind unter anderem Systeme mit Ubuntu 22.04 LTS.
Risikobewertung: Die Risikostufe wird als kritisch eingestuft. Besonders drei Schwachstellen stechen hervor: CVE-2026-43500 (EPSS 94 %), CVE-2026-43284 (EPSS 92 %) und CVE-2026-31431 (EPSS 75 %). Der EPSS-Wert (Exploit Prediction Scoring System) gibt an, wie wahrscheinlich eine aktive Ausnutzung in der Praxis ist – Werte über 90 % gelten als extrem hoch. Die betroffenen Lücken erlauben es einem Angreifer, der bereits Zugang zu einem System hat, seine Rechte auf Root-Ebene zu erhöhen. In Kombination mit anderen Angriffsmethoden – etwa nach einem erfolgreichen Phishing-Angriff – entsteht ein erhebliches Schadenspotenzial.
Was ist zu tun?
- Kernel-Update für Ubuntu 22.04 LTS sofort einspielen.
- Schwerpunkt auf die Patches für CVE-2026-43500, CVE-2026-43284 und CVE-2026-31431 legen.
- Systeme nach dem Update neu starten, da Kernel-Updates erst nach einem Neustart wirksam werden.
- Bis zum abgeschlossenen Update das Monitoring auf ungewöhnliche Prozessaktivitäten und Privilege-Escalation-Versuche erhöhen.
Der Linux-Kernel ist das Herzstück aller Linux-basierten Betriebssysteme und steuert den Zugriff auf Hardware und Systemressourcen. Schwachstellen auf dieser Ebene sind besonders schwerwiegend, da sie grundlegende Sicherheitsmechanismen aushebeln können.
Quelle: DFN-CERT Advisory 2026-2733 · Risikostufe: KRITISCH · Generiert am 18.06.2026