ImageMagick: Mehrere Schwachstellen ermöglichen DoS-Angriffe
In der weit verbreiteten Bildverarbeitungsbibliothek ImageMagick wurden mehrere Sicherheitslücken bekannt, die unter anderem Denial-of-Service-Angriffe (DoS) ermöglichen. Betroffen sind Linux-Systeme, insbesondere Debian 13.
Risikobewertung: Die Risikostufe wird als mittel eingestuft. Besonders relevant sind die CVEs CVE-2026-49218, CVE-2026-53460 und CVE-2026-53461, die netzwerkbasierte DoS-Angriffe ohne vorherige Authentifizierung erlauben und einen CVSS-Score von 7.5 erreichen. Die Wahrscheinlichkeit einer aktiven Ausnutzung ist derzeit gering (EPSS ≤ 0,3 %), steigt jedoch, wenn ImageMagick in Web-Applikationen wie Drupal oder Laravel zur Bildverarbeitung eingesetzt wird und damit aus dem Internet erreichbar ist.
Was ist zu tun?
- Prüfen Sie, ob ImageMagick auf Ihren Debian-13-Systemen installiert ist – etwa mit
dpkg -l imagemagick. - Stellen Sie fest, ob die Bibliothek über eine Web-Applikation aus dem Netz erreichbar ist. In diesem Fall sollte die Priorität erhöht werden.
- Spielen Sie das Sicherheitsupdate auf Version 8:7.1.1.43+dfsg1-1+deb13u10 ein. Das Update sollte innerhalb von 30 Tagen erfolgen.
- Ist ein sofortiges Update nicht möglich, erwägen Sie, den Zugriff auf betroffene Dienste temporär einzuschränken.
ImageMagick ist eine Open-Source-Software zur Bearbeitung und Konvertierung von Bilddateien und wird häufig serverseitig in Web-Anwendungen eingesetzt. Genau dieser Einsatzkontext macht die aktuellen Schwachstellen für Unternehmen besonders relevant.
Quelle: DFN-CERT Advisory 2026-2767 · Risikostufe: MITTEL · Generiert am 23.06.2026