Sicherheitslücken in Moby/Docker ermöglichen DoS-Angriffe
In Moby, der Open-Source-Grundlage von Docker, wurden drei Schwachstellen (CVE-2026-39828, CVE-2026-39829, CVE-2026-39830) bekannt, die remote ausnutzbar sind und Denial-of-Service-Angriffe sowie das Umgehen von Sicherheitsvorkehrungen ermöglichen.
Risikobewertung: Die Risikostufe wird als mittel eingestuft. Die Schwachstellen liegen in der Go-Laufzeitumgebung und sind zwar technisch anspruchsvoller auszunutzen, bleiben aber in Container-Infrastrukturen ein relevantes Angriffsziel. Da Docker in vielen Unternehmensumgebungen zum Einsatz kommt, sollte das Update zeitnah eingeplant werden.
Was ist zu tun?
- Docker- und Moby-Instanzen auf die aktuelle stabile Version aktualisieren, sobald diese verfügbar ist – empfohlen wird Moby 29.6.0 oder höher.
- Fedora-Testing-Pakete nicht in produktiven Umgebungen einsetzen, da diese noch nicht als stabil gelten.
- Den Patch-Status aktiv beobachten und das Update innerhalb von 30 Tagen einspielen.
- Container-Hosts mit erhöhten Berechtigungen oder direktem Internetzugang vorrangig behandeln.
Hintergrund: Moby ist das Open-Source-Projekt, auf dem Docker Engine aufbaut. Schwachstellen in Moby betreffen damit direkt alle Systeme, die Docker für Container-Betrieb nutzen – ein verbreitetes Szenario in modernen Entwicklungs- und Produktionsumgebungen. Die betroffenen CVEs weisen aktuell niedrige EPSS-Werte auf, was auf eine bisher geringe Ausnutzungswahrscheinlichkeit hindeutet.
Quelle: DFN-CERT Advisory 2026-2783 · Risikostufe: MITTEL · Generiert am 23.06.2026