Linux-Kernel: Mehrere Schwachstellen erfordern zeitnahe Updates
Das DFN-CERT hat ein Sicherheitsadvisory zu mehreren Schwachstellen im Linux-Kernel veröffentlicht. Betroffen sind unter anderem SLES 15 und Ubuntu 22.04 LTS. Die Lücken ermöglichen potenziell die Eskalation von Benutzerrechten auf betroffenen Systemen.
Risikobewertung
Die Gesamtrisikostufe wird als MITTEL eingestuft. Obwohl einzelne CVEs hohe CVSS-Scores aufweisen (bis 9.3), ist die tatsächliche Ausnutzungswahrscheinlichkeit derzeit gering. Die EPSS-Scores liegen zwischen 0,1 und 0,3 Prozent. Wichtig: Die meisten Schwachstellen erfordern lokalen Zugriff mit normalen Benutzerrechten. Ein aktiver Exploit ist bislang nicht bekannt.
Was ist zu tun?
Prüfen Sie, ob Ihre Linux-Systeme von den genannten CVEs betroffen sind. Warten Sie auf Kernel-Updates von SUSE und Canonical für Ihre Distributionen. Spielen Sie verfügbare Patches im nächsten regulären Wartungsfenster ein – Sofortmaßnahmen sind nicht erforderlich.
Reduzieren Sie zudem den Privilegienzugriff auf Ihren Linux-Systemen auf das notwendige Minimum. Dies senkt das Risiko einer erfolgreichen Rechteerweiterung erheblich.
Quelle: DFN-CERT Advisory 2026-3112 · Risikostufe: MITTEL · Generiert am 12.08.2026