Linux-Kernel: Kritische Sicherheitslücken erfordern zeitnahe Updates
Das DFN-CERT warnt vor mehreren Schwachstellen im Linux-Kernel, die es Angreifern ermöglichen, beliebigen Code auszuführen. Betroffen sind unter anderem Ubuntu 22.04 LTS und SLES 15.
Risikobewertung
Die kritischste Lücke (CVE-2026-46135) hat einen CVSS-Wert von 9,8 und kann über das Netzwerk ohne Authentifizierung ausgenutzt werden. Eine zweite schwere Schwachstelle (CVE-2026-46316, CVSS 9,3) ermöglicht lokale Privilegienerweiterung. Insgesamt sind 14 CVEs dokumentiert. Allerdings zeigen aktuelle Daten, dass diese Lücken bislang nicht aktiv im großen Stil ausgenutzt werden – das Risiko ist dennoch erheblich.
Was ist zu tun?
Unternehmen sollten Kernel-Updates für Ubuntu 22.04 LTS und SLES 15 innerhalb der nächsten 7 Tage einspielen. Die Updates stehen über die jeweiligen Distributionskanäle bereit. Planen Sie einen Systemnestart ein, da Kernel-Updates einen Reboot erfordern. Systeme ohne direkten Netzwerkzugang können im nächsten regulären Wartungsfenster aktualisiert werden. Priorisieren Sie Server mit Netzwerkanbindung.
Quelle: DFN-CERT Advisory 2026-3359 · Risikostufe: HOCH · Generiert am 15.07.2026