Linux-Kernel: Zwei Schwachstellen ermöglichen Administratorrechte
Das DFN-CERT hat zwei Schwachstellen im Linux-Kernel bekannt gemacht, die es Angreifern ermöglichen können, Administratorrechte zu erlangen. Betroffen sind die CVEs CVE-2026-43163 und CVE-2026-43499.
Risikobewertung
Die kritischere Schwachstelle CVE-2026-43499 wird mit der Risikostufe MITTEL eingestuft. Ein Angreifer benötigt bereits lokalen Zugang zum System mit normalen Benutzerrechten. Ein Angriff aus der Ferne ist nicht möglich. Der aktuelle EPSS-Score von 0,1 Prozent deutet darauf hin, dass eine praktische Ausnutzung derzeit sehr unwahrscheinlich ist.
Was ist zu tun?
Unternehmen mit Ubuntu 22.04 LTS oder SUSE Linux Enterprise Server 15 sollten prüfen, ob Kernel-Updates für beide Schwachstellen verfügbar sind. Patches können über die Ubuntu Security Notices oder SUSE Security Advisories bezogen werden. Das Einspielen sollte im nächsten regulären Wartungsfenster erfolgen.
Zusätzlich empfehlen wir, lokale Benutzerkonten nach dem Least-Privilege-Prinzip zu konfigurieren. Dies reduziert das Angriffspotenzial erheblich.
Quelle: DFN-CERT Advisory 2026-3360 · Risikostufe: MITTEL · Generiert am 15.07.2026