Linux-Kernel: Privilegieeskalation durch mehrere Schwachstellen

Das DFN-CERT hat mehrere Schwachstellen im Linux-Kernel bekannt gemacht, die eine Privilegieeskalation ermöglichen. Betroffen sind unter anderem Ubuntu 22.04 LTS und SLES 15. Insgesamt wurden acht CVEs identifiziert, darunter CVE-2025-71066, CVE-2025-71089 und CVE-2026-31411.

Risikobewertung

Die Schwachstellen erfordern lokalen Zugriff auf das System und niedrige Benutzerrechte. Ein Angreifer könnte damit seine Rechte bis zur Administratorebene ausweiten. Die kurzfristige Ausnutzungswahrscheinlichkeit ist gering – der EPSS-Score liegt unter 0,1 Prozent. Dennoch ist das Risiko real, besonders in Umgebungen mit mehreren internen Benutzern oder Shared-Server-Szenarien.

Was ist zu tun?

Prüfen Sie die Update-Kanäle Ihrer Linux-Distribution (Canonical USN für Ubuntu, SUSE-SU für SLES) auf entsprechende Kernel-Patches. Spielen Sie diese im nächsten regulären Wartungsfenster ein. Systeme mit erhöhtem Risiko sollten priorisiert werden. Überprüfen Sie bis zur Patchung die Zugriffsbeschränkungen auf betroffene Systeme und deaktivieren Sie unnötige lokale Benutzerkonten.


Quelle: DFN-CERT Advisory 2026-3361 · Risikostufe: MITTEL · Generiert am 15.07.2026

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