Linux-Kernel: Sicherheitsupdates für SLES 15 erforderlich
Das DFN-CERT hat mehrere Schwachstellen im Linux-Kernel bekannt gemacht, die auch SUSE Linux Enterprise Server 15 betreffen. Betroffen sind insgesamt 13 Sicherheitslücken unterschiedlicher Schweregrade.
Risikobewertung
Die kritischste Lücke (CVE-2026-46331) ermöglicht es Angreifern mit lokalen Zugriffsrechten, ihre Berechtigungen bis zur Administratorebene zu erweitern. Eine zweite Schwachstelle (CVE-2026-31771) kann über das lokale Netzwerk ausgenutzt werden, erfordert aber direkten Zugang zum gleichen Netzwerksegment.
Die aktuelle Ausnutzungswahrscheinlichkeit ist gering – bislang gibt es keine bekannten aktiven Angriffe. Dennoch sollten diese Lücken ernst genommen werden, da sie in Post-Exploitation-Szenarien relevant werden können.
Was ist zu tun?
Unternehmen, die SLES 15 SP4 einsetzen, sollten die bereitgestellten Kernel-Sicherheitsupdates im nächsten regulären Wartungsfenster einspielen. Systeme mit erhöhtem Risiko – etwa Container-Hosts oder Server mit exponierten Diensten – sollten priorisiert werden.
Ubuntu 22.04 LTS ist von diesem Advisory nicht betroffen.
Quelle: DFN-CERT Advisory 2026-3418 · Risikostufe: MITTEL · Generiert am 17.07.2026