Linux-Kernel: Kritische Sicherheitslücken erfordern schnelle Updates
Das DFN-CERT warnt vor mehreren Schwachstellen im Linux-Kernel, die es Angreifern ermöglichen, Sicherheitsvorkehrungen zu umgehen. Betroffen sind unter anderem SUSE Linux Enterprise Server 15 und Ubuntu 22.04 LTS.
Risikobewertung
Zwei der insgesamt zehn identifizierten Lücken (CVE-2026-31685 und CVE-2026-43037) weisen kritische Schweregrade auf. Sie ermöglichen netzwerkbasierte Angriffe ohne vorherige Authentifizierung – ein erhebliches Risiko für exponierte Systeme. Allerdings zeigen aktuelle Daten, dass diese Lücken bislang kaum in der Praxis ausgenutzt werden. Lokale Schwachstellen erfordern bereits bestehenden Systemzugang und sind daher weniger kritisch.
Was ist zu tun?
Unternehmen mit SLES 15 sollten verfügbare Kernel-Updates innerhalb von 7 Tagen einspielen. SUSE bietet Live Patches an, die einen Neustart vermeiden – diese sind zu bevorzugen, um Betriebsunterbrechungen zu minimieren. Besondere Aufmerksamkeit gilt netzwerkseitig exponierten Systemen. Ubuntu-Nutzer sollten im nächsten Wartungsfenster auf verfügbare Kernel-Updates prüfen.
Wir unterstützen Sie gerne bei der Patch-Planung und Umsetzung.
Quelle: DFN-CERT Advisory 2026-3423 · Risikostufe: HOCH · Generiert am 22.07.2026