Linux-Kernel: Kritische Schwachstellen erfordern zeitnahe Updates
Das DFN-CERT warnt vor mehreren Sicherheitslücken im Linux-Kernel, die eine Manipulation von Dateien und im schlimmsten Fall die unbefugte Fernsteuerung von Systemen ermöglichen. Betroffen sind insbesondere Ubuntu 20.04 LTS mit spezifischen Kernel-Varianten (linux-gcp-5.15, linux-intel-iotg-5.15).
Risikobewertung
Die Schwachstellen weisen teilweise die höchste Kritikalitätsstufe (CVSS 9.8) auf und ermöglichen Angriffe über das Netzwerk ohne vorherige Authentifizierung. Allerdings zeigen aktuelle Daten, dass die reale Ausnutzung bislang gering ist. Nutzer von Ubuntu 22.04 LTS sind nicht direkt betroffen, sollten aber prüfen, ob ähnliche Updates verfügbar sind.
Was ist zu tun?
Unternehmen mit Ubuntu 20.04 LTS sollten die bereitgestellten Kernel-Updates für linux-gcp-5.15 und linux-intel-iotg-5.15 innerhalb von 30 Tagen einspielen. Für Ubuntu 22.04 LTS empfehlen wir, die Canonical-Security-Advisories zu prüfen und verfügbare Updates zeitnah einzuspielen. Bis zur Patchung sollten netzwerkexponierte Linux-Systeme durch Firewall-Regeln oder Netzwerksegmentierung zusätzlich geschützt werden.
Quelle: DFN-CERT Advisory 2026-3452 · Risikostufe: HOCH · Generiert am 16.07.2026