Linux-Kernel: Schwachstellen ermöglichen Rechteerweiterung

Das DFN-CERT warnt vor mehreren Sicherheitslücken im Linux-Kernel, die es Angreifern ermöglichen können, ihre Rechte zu erweitern. Betroffen sind die CVEs CVE-2026-31663, CVE-2026-46316 und CVE-2026-53362.

Risikobewertung

Die Schwachstellen werden mit mittlerem Risiko bewertet. Für eine Ausnutzung ist lokaler Zugriff auf das System erforderlich – ein Angreifer benötigt also bereits ein Benutzerkonto. Die aktuelle Ausnutzungswahrscheinlichkeit ist gering (EPSS-Score: 0,1 %). Bislang gibt es keine bekannten Angriffe in der Praxis.

Wichtig: Die verfügbaren Patches wurden primär für Oracle Linux UEK bereitgestellt. Nutzer von Ubuntu 22.04 LTS und SLES 15 müssen auf Updates ihrer Distributoren warten.

Was ist zu tun?

Überprüfen Sie, welche Linux-Distributionen in Ihrem Unternehmen eingesetzt werden. Für Ubuntu und SLES sollten Sie im nächsten regulären Wartungsfenster verfügbare Kernel-Updates einspielen. Zusätzlich empfehlen wir, Benutzerrechte auf das notwendigste Minimum zu beschränken – das reduziert das Risiko einer Rechteerweiterung erheblich.


Quelle: DFN-CERT Advisory 2026-3480 · Risikostufe: MITTEL · Generiert am 17.07.2026

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