Linux-Kernel: Kritische Sicherheitslücken erfordern schnelle Updates
Das DFN-CERT warnt vor mehreren Schwachstellen im Linux-Kernel, die Remote Code Execution ermöglichen können. Betroffen sind unter anderem SLES 15 und Ubuntu 22.04 LTS – Systeme, die in vielen Unternehmen im Einsatz sind.
Risikobewertung
Drei der identifizierten Lücken erreichen kritische CVSS-Werte von 9,4 bis 9,8. Sie ermöglichen Angriffen über das Netzwerk ohne vorherige Authentifizierung. Besonders kritisch: Container-Hosts sind gefährdet, da Kernel-Schwachstellen die Isolation von Containern unterlaufen können.
Positiv zu bewerten ist die derzeit geringe reale Ausnutzungswahrscheinlichkeit. Es gibt bislang keine Hinweise auf aktive Angriffe in der Praxis.
Was ist zu tun?
Unternehmen sollten Kernel-Updates innerhalb von 7 Tagen einspielen. SLES-Systeme können das Live-Patch-Verfahren nutzen – Updates laufen ohne Neustart ein. Ubuntu-Systeme aktualisieren Sie über apt.
Priorität: Container-Hosts und Systeme mit direktem Internetzugang zuerst patchen.
Bei Fragen zur Umsetzung unterstützen wir Sie gerne.
Quelle: DFN-CERT Advisory 2026-3484 · Risikostufe: HOCH · Generiert am 17.07.2026