Linux-Kernel: Sicherheitslücken erfordern zeitnahe Patches
Das DFN-CERT hat mehrere Schwachstellen im Linux-Kernel bekannt gemacht, die lokale Angreifer ausnutzen können. Betroffen sind unter anderem Ubuntu 22.04 LTS und SLES 15.
Risikobewertung
Die Schwachstellen (CVE-2026-53157, CVE-2026-53167 und weitere) erfordern lokalen Zugriff auf das System. Ein direkter Angriff aus dem Internet ist nicht möglich. Das Risiko wird als mittel eingestuft, da Angreifer mit normalen Benutzerrechten Systemrechte erlangen und beliebigen Code ausführen können. Dies ist besonders relevant, wenn Unbefugte bereits Zugang zu einem Unternehmensrechner haben.
Was ist zu tun?
Unternehmen mit Ubuntu 22.04 LTS oder SLES 15 sollten die Sicherheitsupdates der Hersteller Canonical und SUSE beobachten und diese innerhalb von 30 Tagen einspielen. Bis dahin empfehlen wir:
- Zugriff auf betroffene Linux-Systeme auf autorisierte Benutzer beschränken
- Ungenutzte Benutzerkonten deaktivieren
- Monitoring auf verdächtige Aktivitäten verstärken
Debian-Systeme sind nicht betroffen. Kontaktieren Sie uns bei Fragen zur Umsetzung in Ihrer Infrastruktur.
Quelle: DFN-CERT Advisory 2026-3532 · Risikostufe: MITTEL · Generiert am 20.07.2026