Linux-Kernel: Lokale Schwachstellen erfordern zeitnahe Updates

Das DFN-CERT hat mehrere Schwachstellen im Linux-Kernel bekannt gemacht, die es lokalen Angreifern ermöglichen, Administratorrechte zu erlangen. Betroffen sind die CVEs CVE-2026-53166, CVE-2026-31684, CVE-2026-43499 und CVE-2026-46116.

Risikobewertung

Die kritischsten Schwachstellen (CVE-2026-43499 und CVE-2026-46116) erreichen einen CVSS-Wert von 7.8. Allerdings können diese nur lokal ausgenutzt werden – ein Angriff aus dem Internet ist nicht möglich. Zudem benötigen Angreifer bereits Zugriff auf das System mit eingeschränkten Benutzerrechten. Die aktuelle Ausnutzungswahrscheinlichkeit ist mit 0,1% sehr gering. Unternehmen mit Ubuntu 22.04 LTS und SLES 15 sollten dennoch handeln.

Was ist zu tun?

Prüfen Sie, ob für Ihre Linux-Systeme Kernel-Updates verfügbar sind. Spielen Sie diese im nächsten regulären Wartungsfenster ein – unter Ubuntu über apt, unter SLES über zypper. Nach dem Update ist ein Systemneustart erforderlich. Zusätzlich sollten Sie den Zugriff auf Ihre Linux-Server auf vertrauenswürdige Benutzer beschränken, um das Risiko lokaler Angriffe zu minimieren.


Quelle: DFN-CERT Advisory 2026-3555 · Risikostufe: MITTEL · Generiert am 22.07.2026

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