ISC BIND: Kritische DNS-Schwachstellen erfordern sofortige Updates

Das DFN-CERT warnt vor mehreren kritischen Sicherheitslücken in ISC BIND, dem weit verbreiteten DNS-Server. Die Schwachstellen ermöglichen Angreifern, DNS-Anfragen zu manipulieren und Netzwerkverkehr umzuleiten – ohne sich authentifizieren zu müssen.

Risikobewertung

Die Lücken werden als HOCH eingestuft. Besonders gefährlich ist das sogenannte DNS-Cache-Poisoning: Angreifer können falsche DNS-Einträge in den Cache des Servers einschleusen. Dies leitet Benutzer auf gefälschte Websites um, wo Zugangsdaten gestohlen werden können. Auch Denial-of-Service-Angriffe sind möglich. Betroffen sind Ubuntu 22.04 LTS und SLES 15 – für beide Systeme liegen bereits Sicherheitsupdates vor.

Was ist zu tun?

Unternehmen sollten innerhalb von 7 Tagen handeln: Installieren Sie das BIND-Sicherheitsupdate auf allen betroffenen Servern. Prüfen Sie zudem, ob BIND tatsächlich als DNS-Resolver im Einsatz ist. Ist dies der Fall, stellen Sie sicher, dass der DNS-Server nicht unnötig aus dem Internet erreichbar ist – nutzen Sie Firewall-Regeln zur Beschränkung. Nach dem Update überprüfen Sie die Dienst-Logs auf verdächtige Aktivitäten.


Quelle: DFN-CERT Advisory 2026-3624 · Risikostufe: HOCH · Generiert am 20.08.2026

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