Linux-Kernel: Schwachstellen erfordern lokale Benutzerrechte
Das DFN-CERT hat mehrere Schwachstellen im Linux-Kernel dokumentiert, die unter bestimmten Bedingungen zu Administratorrechten führen können. Betroffen sind insgesamt acht CVEs, darunter CVE-2026-45970 und CVE-2026-46120.
Risikobewertung
Die Schwachstellen erfordern lokalen Zugriff mit normalen Benutzerrechten – ein Angriff aus dem Internet ist nicht möglich. Das Risiko wird als mittel eingestuft. Die Wahrscheinlichkeit einer aktiven Ausnutzung ist derzeit sehr gering (EPSS-Score maximal 0,2%). Besonders relevant sind Szenarien mit kompromittierten Benutzerkonten oder Insider-Bedrohungen.
Für SLES 15 und Ubuntu 22.04 LTS ist die direkte Betroffenheit abhängig von der installierten Kernel-Version.
Was ist zu tun?
Prüfen Sie, welche Kernel-Versionen auf Ihren Systemen laufen. SLES-Administratoren sollten verfügbare Live Patches einspielen. Ubuntu-Nutzer gleichen die Canonical-Security-Advisories ab und spielen Kernel-Updates im nächsten Wartungsfenster ein.
Reduzieren Sie die lokale Angriffsfläche durch restriktives Benutzerrechtemanagement und überwachen Sie Systeme auf Privilege-Escalation-Versuche.
Quelle: DFN-CERT Advisory 2026-3655 · Risikostufe: MITTEL · Generiert am 24.07.2026