Linux-Kernel: Kritische Schwachstellen erfordern sofortige Updates
Das DFN-CERT warnt vor mehreren Sicherheitslücken im Linux-Kernel, die Angreifer ausnutzen können. Betroffen sind unter anderem SUSE Linux Enterprise Server 15 und Ubuntu 22.04 LTS.
Risikobewertung
Die kritischste Lücke (CVE-2026-43284) ermöglicht es Angreifern mit lokalen Zugriffsrechten, ihre Berechtigungen zu erhöhen. Besonders problematisch: In Container-Umgebungen können Angreifer aus dem Container in das Host-System eindringen. Die Wahrscheinlichkeit einer realen Ausnutzung ist mit 92,2 Prozent extrem hoch.
Weitere Lücken ermöglichen Denial-of-Service-Angriffe, bei denen Systeme zum Absturz gebracht werden. Eine Lücke ist sogar über das Netzwerk ohne Authentifizierung ausnutzbar.
Was ist zu tun?
Unternehmen sollten innerhalb von 7 Tagen die verfügbaren Kernel-Updates einspielen. Für SLES 15 und Ubuntu 22.04 LTS stehen Patches zur Verfügung. Nach dem Update ist ein Neustart erforderlich.
Bis zur Behebung sollte der Zugriff auf betroffene Linux-Systeme auf vertrauenswürdige Nutzer beschränkt werden. Container-Umgebungen haben erhöhte Priorität.
Quelle: DFN-CERT Advisory 2026-3689 · Risikostufe: HOCH · Generiert am 28.07.2026