Linux-Kernel: Kritische Sicherheitslücken in SLES 15 erfordern schnelle Patches

Das DFN-CERT hat mehrere Schwachstellen im Linux-Kernel veröffentlicht, die Systeme mit SUSE Linux Enterprise Server (SLES) 15 betreffen. Insgesamt sind sieben Lücken dokumentiert, darunter CVE-2026-23240, CVE-2026-31738 und CVE-2026-43038.

Risikobewertung

Die höchste Schwachstelle (CVE-2026-43038) erhält einen CVSS-Score von 9,8 und könnte theoretisch netzwerkbasiert ausgenutzt werden. Allerdings zeigen aktuelle Daten eine geringe reale Exploitwahrscheinlichkeit: Der EPSS-Score liegt bei nur 0,4 Prozent. Für die meisten Lücken sind zudem spezielle Privilegien erforderlich. Ein Eintrag in der CISA-Datenbank für aktiv ausgenutzte Schwachstellen liegt nicht vor.

Was ist zu tun?

Betreiber von SLES 15 SP6 und SP7 sollten innerhalb von 7 Tagen den bereitgestellten Live Patch einspielen (Kernel 6.4.0-150700.53.52, Live Patch 14). Der Vorteil: Live Patches erfordern keinen Neustart. Priorisieren Sie Systeme mit Internetzugang oder SAP-Workloads. Ubuntu 22.04 LTS ist nicht betroffen.


Quelle: DFN-CERT Advisory 2026-3710 · Risikostufe: HOCH · Generiert am 28.07.2026

Related Posts

Linux-Kernel: Sicherheitsupdates für Ubuntu 26.04 verfügbar

Das DFN-CERT hat ein Sicherheitsadvisory zu mehreren Schwachstellen im Linux-Kernel veröffentlicht. Insgesamt sind 13 CVEs betroffen, darunter CVE-2026-46120 und CVE-2026-46150. Diese könnten unter bestimmten Bedingungen zur Ausführung von Programmcode führen.

Read More

Apache Tomcat: Sicherheitslücken erfordern zeitnahe Updates

Das DFN-CERT hat ein Sicherheitsadvisory zu mehreren Schwachstellen in Apache Tomcat veröffentlicht. Die Lücken ermöglichen es Angreifern, Sicherheitsvorkehrungen zu umgehen und könnten remote ausgenutzt werden.

Read More

Linux-Kernel: Patches für Privilegieeskalation verfügbar

Das DFN-CERT hat drei Schwachstellen im Linux-Kernel bekannt gemacht, die lokale Administratorrechte ermöglichen können. Betroffen sind die CVEs CVE-2025-40026, CVE-2026-52993 und CVE-2026-53059.

Read More