Linux-Kernel: Zwei Schwachstellen erfordern zeitnahe Patches
Das DFN-CERT warnt vor zwei Schwachstellen im Linux-Kernel (CVE-2026-53359, CVE-2026-53366), die es Angreifern ermöglichen, beliebigen Code auszuführen. Betroffen sind unter anderem SUSE Linux Enterprise Server 15 und Ubuntu 22.04 LTS.
Risikobewertung
Die Schwachstellen werden als mittleres Risiko eingestuft. Ein Exploit erfordert lokalen Zugang zum System und normale Benutzerrechte – ein Remote-Angriff über das Netzwerk ist nicht möglich. Dennoch besteht in Mehrbenutzerumgebungen oder bei kompromittierten Diensten die Gefahr einer Privilegien-Eskalation. Unternehmen mit SSH-Zugängen für externe Nutzer sollten diese Systeme vorrangig behandeln.
Was ist zu tun?
SLES-15-SP7-Systeme sollten die bereitgestellten Kernel-Live-Patches (Live Patch 15/16) zeitnah einspielen. Diese ermöglichen eine Aktualisierung ohne Neustart. Ubuntu-Nutzer prüfen ihre Kernel-Version und spielen verfügbare Updates ein. Der Patch-Status sollte im Patch-Management dokumentiert werden.
Handeln Sie innerhalb der nächsten 30 Tage. Bei Fragen unterstützen wir Sie gerne.
Quelle: DFN-CERT Advisory 2026-3711 · Risikostufe: MITTEL · Generiert am 29.07.2026