Linux-Kernel: Lokale Codeausführung durch CVE-2026-64530

Das DFN-CERT hat eine neue Schwachstelle im Linux-Kernel dokumentiert, die es Angreifern mit lokalem Zugriff ermöglicht, beliebigen Code auszuführen. Die Sicherheitslücke CVE-2026-64530 wird mit mittlerer Risikostufe bewertet.

Risikobewertung

Die Schwachstelle erfordert einen gültigen lokalen Benutzeraccount auf dem betroffenen System. Ein Angreifer kann damit Code mit normalen Benutzerrechten ausführen – nicht mit Administrator-Rechten. Dies reduziert die unmittelbare Gefahr erheblich. Allerdings können lokale Konten durch Phishing, schwache Passwörter oder andere Sicherheitslücken kompromittiert werden.

Das Advisory nennt explizit Red Hat Enterprise Linux 10.0 und CodeReady Linux Builder. Systeme mit SLES 15 oder Ubuntu 22.04 LTS sollten ebenfalls beobachtet werden, da diese Distributionen möglicherweise betroffen sind.

Was ist zu tun?

Prüfen Sie, ob Red Hat Enterprise Linux 10.0 in Ihrer Infrastruktur läuft. Überwachen Sie die Sicherheitshinweise von SUSE und Canonical auf entsprechende Kernel-Updates. Spielen Sie verfügbare Patches zeitnah ein. Dokumentieren Sie CVE-2026-64530 in Ihrem Vulnerability-Management-System.


Quelle: DFN-CERT Advisory 2026-3778 · Risikostufe: MITTEL · Generiert am 30.07.2026

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