Linux-Kernel: Kritische Sicherheitslücken in Ubuntu 22.04 LTS

Das DFN-CERT warnt vor mehreren Schwachstellen im Linux-Kernel, die Ubuntu 22.04 LTS Systeme betreffen. Insgesamt wurden neun Sicherheitslücken identifiziert, darunter zwei netzwerkbasierte Anfällbarkeiten, die ohne Authentifizierung ausgenutzt werden können.

Risikobewertung

Die Schwachstellen erreichen CVSS-Werte bis 8.8 und ermöglichen das Ausspähen von Informationen sowie die Systemkompromittierung. Besonders kritisch sind CVE-2026-43112 und CVE-2026-43190, die über das Netzwerk angreifbar sind. Lokale Schwachstellen erfordern zwar geringe Benutzerrechte, ermöglichen aber vollständige Systemübernahme. Derzeit gibt es keine Hinweise auf aktive Ausnutzung in der Praxis.

Was ist zu tun?

Unternehmen sollten Ubuntu 22.04 LTS Systeme innerhalb von 7 Tagen mit dem bereitgestellten Kernel-Update (linux-azure-fips) patchen. Ein Neustart des Systems ist erforderlich. Besondere Aufmerksamkeit sollten Azure-Umgebungen erhalten. Prüfen Sie zudem, ob betroffene Systeme unnötig aus dem Internet oder benachbarten Netzwerken erreichbar sind. Für SLES 15 Systeme sind separate Herstelleradvisories zu beachten.


Quelle: DFN-CERT Advisory 2026-3786 · Risikostufe: HOCH · Generiert am 31.07.2026

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