Linux-Kernel: Kritische Sicherheitslücken erfordern zeitnahe Updates
Das DFN-CERT hat ein Advisory zu mehreren Schwachstellen im Linux-Kernel veröffentlicht. Betroffen sind unter anderem SLES 15 und Ubuntu 22.04 LTS – Systeme, die in vielen Unternehmen im Einsatz sind.
Risikobewertung
Die kritischste Lücke (CVE-2026-46135) ermöglicht Angreifern über das Netzwerk, ohne Authentifizierung beliebigen Code auszuführen. Allerdings ist die aktuelle Ausnutzungswahrscheinlichkeit mit einem EPSS-Score von 0,5% derzeit gering. Zusätzlich existieren mehrere lokale Privilege-Escalation-Schwachstellen, die Benutzer mit normalen Rechten nutzen könnten, um ihre Privilegien zu erhöhen. Diese sind ebenfalls noch nicht aktiv im Einsatz.
Was ist zu tun?
Handeln Sie innerhalb der nächsten 30 Tage: Prüfen Sie verfügbare Kernel-Updates bei SUSE und Canonical und spielen Sie diese im nächsten Wartungsfenster ein. Bis zur Patchung sollten Sie den direkten Netzwerkzugriff auf betroffene Systeme aus unsicheren Netzen einschränken. Überprüfen Sie zudem Ihr Benutzer- und Zugriffsmanagement, um lokale Angriffsvektoren zu minimieren.
Bei Fragen unterstützen wir Sie gerne.
Quelle: DFN-CERT Advisory 2026-3810 · Risikostufe: HOCH · Generiert am 31.07.2026