Linux-Kernel: Schwachstellen ermöglichen Administratorrechte
Das DFN-CERT warnt vor drei neuen Schwachstellen im Linux-Kernel (CVE-2026-52923, CVE-2026-52993, CVE-2026-64530), die es Angreifern ermöglichen, Administratorrechte zu erlangen.
Risikobewertung
Die Schwachstellen werden als mittleres Risiko eingestuft. Sie erfordern lokalen Zugang zum System und normale Benutzerrechte – ein Angreifer muss also bereits auf dem System angemeldet sein. Von dort aus kann er seine Rechte bis zur Administratorebene ausweiten oder beliebigen Code ausführen. Besonders betroffen sind Red Hat Enterprise Linux 9 und Oracle Linux 9. Auch Ubuntu 22.04 LTS und SUSE Linux Enterprise Server 15 könnten betroffen sein.
Was ist zu tun?
Unternehmen sollten innerhalb von 30 Tagen handeln:
- Prüfen Sie, welche Linux-Distributionen in Ihrer Infrastruktur laufen
- Installieren Sie verfügbare Kernel-Updates für RHEL und Oracle Linux sofort
- Warten Sie auf Sicherheitsupdates von Canonical (Ubuntu) und SUSE
- Beschränken Sie den Zugang zu Linux-Systemen auf notwendige Benutzer
- Dokumentieren Sie den Patchstatus
Kernel-Schwachstellen dieser Art sind ernst zu nehmen, da sie tiefe Systemzugriffe ermöglichen.
Quelle: DFN-CERT Advisory 2026-3864 · Risikostufe: MITTEL · Generiert am 06.08.2026