Apache Thrift: Sicherheitslücken in RPC-Framework beheben
Das DFN-CERT warnt vor mehreren Schwachstellen in Apache Thrift, einem weit verbreiteten Framework für Remote-Procedure-Calls (RPC). Betroffen sind mindestens elf CVE-Nummern, darunter CVE-2026-41602 bis CVE-2026-41607.
Risikobewertung
Die Schwachstellen ermöglichen Angreifern, Sicherheitsvorkehrungen zu umgehen, Denial-of-Service-Attacken durchzuführen und Code ferngesteuert auszuführen – ohne dass eine Authentifizierung erforderlich ist. Netzwerkzugang reicht aus. Die Risikostufe wird als mittel eingestuft, da Apache Thrift typischerweise in Entwicklungsumgebungen und als Middleware-Komponente eingesetzt wird und nicht direkt als exponierter Dienst läuft.
Was ist zu tun?
Unternehmen sollten zunächst prüfen, ob Apache Thrift in ihren Systemen aktiv ist – etwa als Abhängigkeit von Big-Data-Tools oder internen Diensten. Besonders SLES-15-Nutzer sollten ein Sicherheitsupdate für das Thrift-Paket einspielen. Auch Entwicklungsumgebungen und Build-Pipelines müssen überprüft werden. Netzwerkseitig sollten Thrift-Ports nicht unnötig nach außen exponiert sein.
Handlungsfrist: 30 Tage.
Quelle: DFN-CERT Advisory 2026-3915 · Risikostufe: MITTEL · Generiert am 06.08.2026