Linux-Kernel: 21 Schwachstellen erfordern zeitnahe Updates
Das DFN-CERT hat eine Sicherheitsmitteilung zu mehreren Schwachstellen im Linux-Kernel veröffentlicht (Advisory DFN 2026-3933). Betroffen sind unter anderem Ubuntu 22.04 LTS und SLES 15, die in vielen Unternehmen im Einsatz sind.
Insgesamt wurden 21 Schwachstellen identifiziert und behoben. Die kritischste ist CVE-2026-46135 mit einem CVSS-Score von 9.8. Sie ermöglicht theoretisch einen Angriff über das Netzwerk ohne vorherige Authentifizierung.
Risikobewertung
Trotz des hohen CVSS-Scores ist die aktuelle Ausnutzungswahrscheinlichkeit gering: Der EPSS-Score liegt bei nur 0,5 Prozent. Ein Eintrag in der öffentlichen Exploit-Datenbank (KEV) existiert nicht. Dennoch sollten die Updates nicht aufgeschoben werden, da sich die Situation ändern kann.
Was ist zu tun?
Spielen Sie die Kernel-Updates innerhalb der nächsten 30 Tage ein. Für Ubuntu 22.04 LTS nutzen Sie apt update und apt upgrade. SLES-15-Nutzer aktualisieren über zypper. Nach dem Update ist ein Neustart erforderlich. Beobachten Sie CVE-2026-46135 weiterhin – sollte sich die Bedrohungslage verschärfen, ist sofortige Notfallpatchung notwendig.
Quelle: DFN-CERT Advisory 2026-3933 · Risikostufe: HOCH · Generiert am 07.08.2026