Linux-Kernel: Mehrere Schwachstellen – Handlung nur bei Oracle Linux nötig

Das DFN-CERT hat ein Advisory zu mehreren Schwachstellen im Linux-Kernel veröffentlicht (DFN 2026-3960). Insgesamt sind neun CVEs betroffen, darunter drei mit kritischer Einstufung (CVSS 9.8).

Risikobewertung

Die Gesamtrisikostufe wird als MITTEL eingestuft. Der Grund: Das Advisory betrifft primär Oracle Linux 10, das in den meisten deutschen Unternehmen nicht im Einsatz ist. Die reale Ausnutzungswahrscheinlichkeit ist gering – die EPSS-Werte liegen zwischen 0,1 und 0,5 Prozent. Zudem erfordern die meisten Schwachstellen lokale Administratorrechte, was die praktische Angriffsfläche deutlich reduziert. Ein Eintrag in der KEV-Liste (Known Exploited Vulnerabilities) liegt nicht vor.

Was ist zu tun?

Unternehmen, die Oracle Linux 10 einsetzen, sollten zeitnah prüfen, ob Patches verfügbar sind. Für Systeme mit SLES 15 oder Ubuntu 22.04 LTS empfehlen wir, die kommenden Advisories von SUSE und Canonical zu beobachten. Falls die zugrundeliegenden Kernel-Schwachstellen auch diese Distributionen betreffen, sollten verfügbare Updates im nächsten regulären Wartungsfenster eingespielt werden.


Quelle: DFN-CERT Advisory 2026-3960 · Risikostufe: MITTEL · Generiert am 08.08.2026

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