Linux-Kernel: Privilegien-Eskalation durch mehrere Schwachstellen

Das DFN-CERT warnt vor mehreren Schwachstellen im Linux-Kernel, die eine Eskalation von Benutzerrechten ermöglichen. Betroffen sind unter anderem SUSE Linux Enterprise Server 15 und Ubuntu 22.04 LTS.

Risikobewertung

Die Schwachstellen erfordern lokalen Zugriff auf das System und können nicht über das Netzwerk ausgenutzt werden. Das Risiko einer unmittelbaren Ausnutzung ist derzeit gering: Der EPSS-Score liegt bei nur 0,1 Prozent. Es gibt bislang keine Hinweise auf aktive Angriffe in der Praxis. Dennoch sollten Unternehmen die Patches zeitnah einspielen, um Privilege-Escalation-Angriffe zu verhindern.

Was ist zu tun?

Prüfen Sie, ob SUSE und Canonical bereits Kernel-Updates für die betroffenen CVEs bereitgestellt haben. Spielen Sie diese im nächsten regulären Wartungsfenster ein – ein Notfall-Patch ist nicht erforderlich. Überprüfen Sie zudem Ihre Zugriffsverwaltung: Vergeben Sie lokale Benutzerrechte nach dem Least-Privilege-Prinzip, um das Eskalationsrisiko zu minimieren. So reduzieren Sie die Angriffsfläche deutlich.


Quelle: DFN-CERT Advisory 2026-3962 · Risikostufe: MITTEL · Generiert am 08.08.2026

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