Sicherheitslücken in libheif: Bildverarbeitung auf Linux gefährdet
Das DFN-CERT warnt vor mehreren Schwachstellen in der Bildverarbeitungsbibliothek libheif. Die Lücken betreffen Linux-Systeme und Office-Anwendungen, die HEIF- oder HEIC-Bilddateien verarbeiten.
Risikobewertung
Die kritischste Schwachstelle (CVE-2026-32740, CVSS 8.8) ermöglicht die Ausführung beliebigen Programmcodes. Allerdings ist eine Benutzerinteraktion erforderlich – typischerweise das Öffnen einer manipulierten Bilddatei. Derzeit gibt es keine Hinweise auf aktive Ausnutzung in der Praxis. Das Risiko wird als mittel eingestuft.
Windows-Systeme sind nicht betroffen. Gefährdet sind vor allem Ubuntu 22.04 LTS und ähnliche Linux-Distributionen mit installierter libheif.
Was ist zu tun?
Prüfen Sie zunächst, ob libheif auf Ihren Systemen installiert ist (Befehl: dpkg -l libheif*). Spielen Sie verfügbare Sicherheitsupdates zeitnah ein – idealerweise innerhalb von 30 Tagen.
Sensibilisieren Sie Ihre Mitarbeiter, HEIF- und HEIC-Bilddateien nur aus vertrauenswürdigen Quellen zu öffnen. Für Ubuntu 22.04 LTS prüfen Sie regelmäßig auf verfügbare Patches.
Quelle: DFN-CERT Advisory 2026-3974 · Risikostufe: MITTEL · Generiert am 11.08.2026