Linux-Kernel: Mehrere Sicherheitslücken erfordern zeitnahe Updates
Das DFN-CERT hat ein neues Sicherheitsadvisory zu mehreren Schwachstellen im Linux-Kernel veröffentlicht. Betroffen sind unter anderem SUSE Linux Enterprise Server 15 und Ubuntu 22.04 LTS – Systeme, die in vielen deutschen Unternehmen im Einsatz sind.
Die insgesamt zehn identifizierten CVEs ermöglichen sowohl Remote-Denial-of-Service-Angriffe als auch lokale Privilegieeskalationen. Besonders kritisch ist CVE-2026-22990 mit einem CVSS-Wert von 7,5, die ohne Authentifizierung ausgenutzt werden kann.
Risikobewertung
Die aktuelle Ausnutzungswahrscheinlichkeit wird als gering eingestuft (EPSS-Scores unter 0,5 %). Allerdings sollten Systeme mit direktem Internetzugang vorrangig behandelt werden. Mehrbenutzersysteme und Server mit externem Shell-Zugang benötigen erhöhte Aufmerksamkeit, da lokale Privilegieeskalationen dort besonders problematisch sind.
Was ist zu tun?
Prüfen Sie, ob für Ihre SLES-15- und Ubuntu-22.04-Installationen Kernel-Updates verfügbar sind. Nutzen Sie dazu die SUSE Security Advisories und Ubuntu Security Notices. Spielen Sie verfügbare Patches im nächsten regulären Wartungsfenster ein. Systeme mit Internetzugang sollten dabei Priorität erhalten.
Quelle: DFN-CERT Advisory 2026-3994 · Risikostufe: MITTEL · Generiert am 11.08.2026