Linux-Kernel: Sicherheitsupdates für SLES und Ubuntu verfügbar
Das DFN-CERT hat mehrere Schwachstellen im Linux-Kernel dokumentiert, die Informationen ausspähen und Privilegieneskalationen ermöglichen können. Betroffen sind unter anderem SUSE Linux Enterprise Server 15 und Ubuntu 22.04 LTS.
Risikobewertung
Die Risikostufe wird als MITTEL eingestuft. Die kritischste Schwachstelle (CVE-2026-43112) hat zwar einen hohen technischen Score, erfordert aber Benutzerinteraktion. Derzeit ist die reale Ausnutzungswahrscheinlichkeit mit 0,3% sehr gering. Die lokalen Schwachstellen zur Privilegieneskalation betreffen hauptsächlich kompromittierte oder interne Angreifer. Ein aktiver Missbrauch ist bislang nicht dokumentiert.
Was ist zu tun?
Prüfen Sie, welche Kernel-Versionen auf Ihren Linux-Systemen laufen. Hersteller-Patches sind bereits verfügbar – diese finden Sie bei SUSE und Canonical. Spielen Sie verfügbare Kernel-Updates im nächsten regulären Wartungsfenster ein. Bis dahin sollten Sie sicherstellen, dass nur autorisierte Benutzer lokale Anmeldungen auf Ihren Systemen haben. Dies reduziert das Risiko einer Privilegieneskalation erheblich.
Quelle: DFN-CERT Advisory 2026-4051 · Risikostufe: MITTEL · Generiert am 13.08.2026