Linux-Kernel: Sicherheitsupdates für SLES 15 und Ubuntu verfügbar
Das DFN-CERT hat mehrere Schwachstellen im Linux-Kernel bekannt gemacht, die lokale Privilegieneskalation ermöglichen. Betroffen sind unter anderem SUSE Linux Enterprise Server 15 und Ubuntu 22.04 LTS.
Risikobewertung
Die Schwachstellen (CVE-2026-46173, CVE-2026-52909 und weitere) werden als mittleres Risiko eingestuft. Sie sind ausschließlich lokal ausnutzbar – ein Angreifer benötigt bereits Zugriff auf das System und normale Benutzerrechte. Die Wahrscheinlichkeit einer kurzfristigen Ausnutzung ist mit 0,1 bis 0,2 Prozent gering. Dennoch besteht die Gefahr einer Privilegieneskalation bis zu Root-Rechten, besonders in Umgebungen mit mehreren Nutzern oder kompromittierten Service-Accounts.
Was ist zu tun?
SLES-15-Nutzer sollten die bereitgestellten Live-Patches einspielen (Kernel 6.4.0-48.1 oder Live Patch 25). Ubuntu-22.04-Systeme benötigen Kernel-Updates über den regulären Paketmanager. Planen Sie die Installation im nächsten Wartungsfenster ein. Systeme ohne interaktive Benutzer-Logins haben ein reduziertes Risiko. Dokumentieren Sie den Patch-Status in Ihrer Wartungsroutine.
Quelle: DFN-CERT Advisory 2026-4063 · Risikostufe: MITTEL · Generiert am 13.08.2026