Linux-Kernel: Zwei Schwachstellen erfordern zeitnahe Patches
Das DFN-CERT hat zwei Schwachstellen im Linux-Kernel bekannt gemacht, die das Ausführen beliebigen Programmcodes ermöglichen. Betroffen sind die CVEs CVE-2026-45991 und CVE-2026-53009.
Risikobewertung
Die Schwachstellen werden mit mittlerem Risiko eingestuft. Beide erfordern lokalen Zugriff mit normalen Benutzerrechten – ein Angriff über das Netzwerk ist nicht möglich. Derzeit sind Patches nur für Red Hat Enterprise Linux 8 verfügbar. Für Ubuntu 22.04 LTS und SLES 15 liegen noch keine Updates vor. Dies macht eine kontinuierliche Beobachtung notwendig.
Was ist zu tun?
Überwachen Sie die Update-Kanäle Ihrer Linux-Distributoren aktiv. Sobald Canonical oder SUSE Kernel-Patches bereitstellen, sollten diese innerhalb von 30 Tagen eingespielt werden.
Zusätzlich empfehlen wir: Vergeben Sie lokale Benutzerrechte nach dem Least-Privilege-Prinzip. Beschränken Sie den interaktiven Zugang zu Produktivsystemen auf das notwendigste Maß. So reduzieren Sie das Risiko einer lokalen Ausnutzung erheblich.
Weitere Details zu den CVE-Einträgen und EPSS-Scores folgen in den kommenden Tagen.
Quelle: DFN-CERT Advisory 2026-4064 · Risikostufe: MITTEL · Generiert am 13.08.2026