Linux-Kernel: Kritische Sicherheitslücken erfordern sofortige Updates
Das DFN-CERT warnt vor mehreren Schwachstellen im Linux-Kernel, die es Angreifern ermöglichen, beliebigen Code auszuführen. Besonders betroffen sind SUSE Linux Enterprise Server 15 (SLES 15) und Ubuntu 22.04 LTS.
Risikobewertung
Die Schwachstelle CVE-2026-31431 wird als besonders kritisch eingestuft. Mit einem EPSS-Score von 75,5% gehört sie zu den Top 1% der exploitierbaren Lücken. Ein lokaler Benutzer mit niedrigen Rechten kann damit seine Privilegien erhöhen und das System übernehmen. Zusätzlich ist CVE-2026-46056 im lokalen Netzwerk ohne Authentifizierung ausnutzbar – ein erhebliches Risiko in Unternehmensumgebungen.
Was ist zu tun?
Unternehmen mit SLES 15 oder Ubuntu 22.04 LTS sollten die bereitgestellten Kernel-Sicherheitsupdates innerhalb von 7 Tagen einspielen. Priorität haben Systeme mit mehreren Benutzern oder nicht vertrauenswürdigen lokalen Konten. Überprüfen Sie zudem Ihre Netzwerksegmentierung, um das Angriffsfenster zu minimieren. SentiGuard unterstützt Sie bei der Patch-Planung und Risikoanalyse.
Quelle: DFN-CERT Advisory 2026-4090 · Risikostufe: HOCH · Generiert am 15.08.2026