Linux-Kernel: Kritische Sicherheitslücken erfordern schnelle Updates

Das DFN-CERT hat ein wichtiges Sicherheitsupdate für den Linux-Kernel veröffentlicht. Mehrere Schwachstellen ermöglichen unter Umständen die Ausführung beliebigen Programmcodes. Insgesamt sind über 20 CVE-Nummern betroffen.

Risikobewertung

Die kritischsten Lücken weisen die höchste Schweregrad-Stufe (CVSS 9.8) auf und können über das Netzwerk ohne Authentifizierung ausgenutzt werden. Allerdings zeigen aktuelle Daten, dass die reale Ausnutzungsaktivität derzeit gering ist. Das Advisory bezieht sich primär auf Ubuntu 14.04 LTS, das bereits End-of-Life ist. Allerdings können ähnliche Schwachstellen auch neuere Ubuntu-Versionen wie 22.04 LTS betreffen, sobald Canonical entsprechende Patches bereitstellt.

Was ist zu tun?

Unternehmen sollten ihre Linux-Systeme zeitnah überprüfen. Für Ubuntu 22.04 LTS empfehlen wir, verfügbare Kernel-Updates innerhalb der nächsten 7 Tage einzuspielen. Nutzen Sie dazu: apt update && apt upgrade. Falls Ubuntu 14.04 LTS noch produktiv im Einsatz ist, sollte eine sofortige Migration oder Isolation erfolgen. Auch SLES-15-Systeme sollten auf ausstehende Patches geprüft werden.


Quelle: DFN-CERT Advisory 2026-4096 · Risikostufe: HOCH · Generiert am 15.08.2026

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