Linux-Kernel: Zwei Schwachstellen erfordern zeitnahe Updates
Das DFN-CERT warnt vor zwei Schwachstellen im Linux-Kernel (CVE-2025-54518 und CVE-2026-45984), die es Angreifern ermöglichen, beliebigen Code auszuführen. Besonders betroffen sind Systeme mit Ubuntu 22.04 LTS und SLES 15.
Risikobewertung
Die kritischere Schwachstelle CVE-2026-45984 wird mit der Risikostufe MITTEL eingestuft. Sie ermöglicht lokale Privilegieneskalation und erfordert jedoch direkten Zugang zum System sowie normale Benutzerrechte. Ein Netzwerkzugriff ist nicht möglich. Der aktuelle EPSS-Score von 0,1 Prozent deutet darauf hin, dass die Schwachstelle derzeit selten ausgenutzt wird.
Was ist zu tun?
Unternehmen sollten innerhalb von 30 Tagen handeln: Prüfen Sie, ob Kernel-Updates für Ihre Linux-Distributionen verfügbar sind, und spielen Sie diese zeitnah ein. Bis dahin empfehlen wir, den Zugang zu betroffenen Systemen auf autorisierte Benutzer zu beschränken. Überwachen Sie Ihre Systeme auf ungewöhnliche lokale Aktivitäten, insbesondere auf Versuche der Privilegieneskalation. CVE-2025-54518 betrifft AMD-Prozessoren – prüfen Sie, ob diese in Ihrer Infrastruktur zum Einsatz kommen.
Quelle: DFN-CERT Advisory 2026-4156 · Risikostufe: MITTEL · Generiert am 18.08.2026