Linux-Kernel: Privilegien-Eskalation durch mehrere Schwachstellen

Das DFN-CERT warnt vor mehreren Sicherheitslücken im Linux-Kernel (Advisory DFN 2026-4182). Betroffen sind insgesamt 13 CVEs, darunter CVE-2025-39902 und CVE-2026-17523.

Risikobewertung

Die Schwachstellen ermöglichen eine Eskalation von Benutzerrechten auf lokaler Ebene. Das Risiko wird als mittel eingestuft, da ein Angreifer bereits Zugriff auf das System benötigt. Die Wahrscheinlichkeit einer aktiven Ausnutzung in naher Zukunft ist mit 0,1% sehr gering. Besonders relevant: Patches sind derzeit nur für Red Hat Enterprise Linux 8 verfügbar. Nutzer von Ubuntu 22.04 LTS und SLES 15 müssen auf Updates ihrer Distributoren warten.

Was ist zu tun?

Prüfen Sie, ob Ihre Linux-Systeme betroffen sind. Überprüfen Sie die Verfügbarkeit von Sicherheitsupdates bei Canonical (Ubuntu) und SUSE (SLES). Spielen Sie verfügbare Kernel-Updates im nächsten regulären Wartungsfenster ein. Bis dahin sollten Sie lokale Benutzerrechte nach dem Least-Privilege-Prinzip vergeben – gewähren Sie Mitarbeitern nur die Rechte, die sie tatsächlich benötigen. Dies reduziert das Eskalationsrisiko erheblich.


Quelle: DFN-CERT Advisory 2026-4182 · Risikostufe: MITTEL · Generiert am 20.08.2026

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