Linux-Kernel: Sicherheitsupdates für Ubuntu und SLES erforderlich
Das DFN-CERT hat mehrere Schwachstellen im Linux-Kernel bekannt gemacht, die das Ausführen beliebigen Programmcodes ermöglichen. Betroffen sind insgesamt 20 CVE-Nummern, darunter CVE-2026-43206, CVE-2026-45878 und CVE-2026-45991.
Risikobewertung
Die Schwachstellen werden mit der Risikostufe MITTEL bewertet. Zwar weisen die kritischsten Varianten einen CVSS-Wert von 7.8 auf, doch sind sie ausschließlich lokal ausnutzbar. Ein Angreifer benötigt zunächst Zugang zum System und reguläre Benutzerrechte. Ein Netzwerkangriff ist nicht möglich. Die reale Ausnutzungswahrscheinlichkeit ist derzeit gering (EPSS-Score: 0,1–0,2 %).
Betroffen sind Linux-Systeme, insbesondere Ubuntu 22.04 LTS und SLES 15. Windows-Systeme sind nicht relevant.
Was ist zu tun?
Spielen Sie Kernel-Updates im nächsten regulären Wartungsfenster ein. Prüfen Sie zunächst, ob Canonical und SUSE bereits Patches bereitgestellt haben. Bis zur Aktualisierung sollten Sie lokale Benutzerrechte restriktiv vergeben und unnötigen interaktiven Zugang für nicht vertrauenswürdige Nutzer unterbinden.
Quelle: DFN-CERT Advisory 2026-4251 · Risikostufe: MITTEL · Generiert am 21.08.2026