Linux-Kernel: Kritische Sicherheitslücken erfordern schnelle Patches

Das DFN-CERT warnt vor mehreren Schwachstellen im Linux-Kernel, die Angreifer aus dem Netzwerk ausnutzen können. Insgesamt sind 19 Sicherheitslücken bekannt, darunter kritische Fehler in den Versionen CVE-2026-31629 und CVE-2026-43110.

Risikobewertung

Die Schwachstellen ermöglichen Denial-of-Service-Angriffe und in kritischen Fällen die vollständige Übernahme von Systemen. Besonders problematisch: Angreifer benötigen weder Authentifizierung noch physischen Zugriff – ein Netzwerkzugang aus benachbarten Netzwerksegmenten reicht aus. Betroffen sind insbesondere SLES 15 und Ubuntu 22.04 LTS. Derzeit gibt es keine Hinweise auf aktive Ausnutzung in der Praxis.

Was ist zu tun?

Unternehmen sollten innerhalb von 7 Tagen handeln: SLES 15 SP5-Nutzer können das Live-Patch-Update (Kernel 5.14.21-150500.55.163) ohne Neustart einspielen. Ubuntu-Systeme sollten auf verfügbare Kernel-Updates geprüft und aktualisiert werden. Zusätzlich empfehlen wir, Netzwerksegmentierung zu überprüfen und Benutzerrechte nach dem Minimalprinzip zu vergeben, um Privilege-Escalation-Risiken zu senken.


Quelle: DFN-CERT Advisory 2026-4313 · Risikostufe: HOCH · Generiert am 25.08.2026

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