Linux-Kernel: Sicherheitsupdates für SLES 15 und Ubuntu verfügbar
Das DFN-CERT hat mehrere Schwachstellen im Linux-Kernel bekannt gemacht, die Denial-of-Service-Angriffe und in kritischen Fällen Remote Code Execution ermöglichen. Betroffen sind unter anderem SLES 15 und Ubuntu 22.04 LTS – Systeme, die in vielen Unternehmen im Einsatz sind.
Risikobewertung
Die Gesamtrisikostufe wird als MITTEL eingestuft. Die kritischste Schwachstelle (CVE-2026-31629, CVSS 8.8) erfordert zwar direkten Netzwerkzugriff aus dem benachbarten Netzwerk, ist aber in typischen Unternehmensumgebungen durch Netzwerksegmentierung begrenzt. Lokale Privilege-Escalation-Schwachstellen setzen bereits kompromittierte Systeme voraus. Aktive Ausnutzungen sind derzeit nicht bekannt.
Was ist zu tun?
Spielen Sie verfügbare Kernel-Updates im nächsten regulären Wartungsfenster ein. SLES-Systeme können von Live Patches profitieren, die ohne Neustart installiert werden – dies minimiert Ausfallzeiten erheblich. Priorisieren Sie Systeme mit direkter Netzwerk-Adjacency zu nicht vertrauenswürdigen Segmenten wie DMZ-Umgebungen. Überprüfen Sie Ihre Netzwerksegmentierung, um Angriffsvektoren zu begrenzen.
Quelle: DFN-CERT Advisory 2026-4314 · Risikostufe: MITTEL · Generiert am 25.08.2026